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Nutzen mehren undSchaden abwenden Zum ...

Nutzen mehren undSchaden abwenden

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Zum Artikel "Von Hongkong überholt", im Teckboten vom 19. Oktober und "Beim Wachstum weiter Vorletzter", im Teckboten vom 21. Oktober:

Ein schöner Titel für unser derzeitiges Trauerspiel wäre doch "Der unaufhaltsame Abstieg der Bundesrepublik Deutschland." Jetzt ist endlich mit einigen Monaten Verspätung: unsere Politiker haben im Wahlkampf wohl nicht mit der unangenehmen Frage "Warum?" konfrontiert werden sollen der "Bericht über die menschliche Entwicklung 2005" der UN erschienen. Erschreckend: Deutschland ist wieder abgerutscht jetzt auf Position 20. Seinerzeit, als Bundeskanzler Helmut Kohl noch mit voller Überzeugung tönte: "Deutschland ist das reichste Land der Erde", stand Deutschland auf Platz 11 immerhin. (Teckbote vom 3. Juni 1994). Jetzt also Platz 20.

Ausgerechnet Italien nur Italien hat schlechtere Aussichten als Deutschland steht in der genannten Tabelle der UN an 18. Stelle und damit zwei Plätze vor Deutschland. Nur zwei Punkte nach Deutschland folgt schon Spanien, das laut EU-Kommission etwa so viel EU-Zahlungen erhält wie Deutschland einzahlt.

Und gar Irland: Laut Tabelle in der Gruppe Schweden, Schweiz und USA positioniert auf Platz 8 erhält immer noch viel EU-Geld. Die Untersuchungskriterien der UN enthalten bekanntlich die Lebenserwartung, die Gesundheit, die Bildung, den Demokratisierungsgrad, die Einhaltung der Menschenrechte und die individuelle Sicherheit.

Zu diesem "wunderschönen Bild" passt natürlich, dass sich Deutschland auf dem Antikorruptionsindex auf Platz 16 befindet, bis Platz 20 fehlt nicht mehr viel. "Von Hongkong überholt", man denke nur an den Mannesmann-Prozess, die Schiedsrichter-Affäre . . . Dabei schwören unsere Politiker bekanntlich "den Nutzen des deutschen Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden."

Karl Lehmann

Kirchheim, Bulkesweg

Ikea? Ja, Bitte!!!

Zum Artikel "Ikea hat nach wie vor Interesse an einem Standort an der Autobahn zwischen Stuttgart und Ulm", im Teckboten vom 22. Oktober:

Ikea? Jaaa, Bitte!!! Diese Chance bekommt Kirchheim ganz bestimmt kein drittes Mal. Andere Städte würden sich alle zehn Finger danach lecken und bestimmt nicht über Verkaufsflächenbegrenzung und "City First" diskutieren.

240 neue Arbeitsplätze vom Staplerfahrer über Bürokräfte bis zum Verkaufspersonal und vielleicht sogar Ausbildungsplätze da muss die Einzelhändler-Lobby im Rathaus einfach über ihren Schatten springen und ein Angebot machen, dass die Firma mit dem Elch nicht nein sagen kann.

Peter Schulz

Ötlingen, Waldstraße

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