Lokales

Obelix und die Jagd mit Hundemeuten

Zum drittem Mal trafen sich in diesem Jahr Grundschulkinder aus Kirchheim und Hochdorf mit Kindern aus der Partnerstadt Rambouillet in Frankreich. 29 Kinder und 5 Erwachsene haben eine Woche gemeinsam in Aisey sur Seine verbracht, einem kleinen Dorf in der Nähe von Dijon in Burgund.

KIRCHHEIM Auf dem Kleinspielfeld hinter dem Haus entwickelten sich schon am Tag der Ankunft bei Ballspielen die ersten Kontakte. Ein kleines französisch-deutsches Vokabelheft, das speziell für diesen Aufenthalt geschrieben worden war, unterstützte die Verständigung bei gemeinsamen Spielen und bei den Mahlzeiten.

Anzeige

Einen ganzen Tag wanderte die deutsch-französische Gruppe mit Packeseln durch den Wald von Châtillon. Dabei erfuhren die Kinder im praktischen Tun, wie die Esel gehalten und gepflegt werden, wie die Packtaschen beladen und an den Sätteln befestigt werden, und wie man die Tiere führen muss. Bei einem Ausflug nach Val des Choues, einer ehemaligen Klosteranlage, konnte bei der Fütterung einer Hundemeute zugesehen werden. Die Tiere werden regelmäßig bei privaten Treibjagden eingesetzt. Das Jagdmuseum zeigte die regionalen Traditionen der Jagd und die Besonderheiten des ehemaligen Klosters.

Die große Schmiede des Buffon wurde am folgenden Vormittag erklärt. Weiter ging es mit dem Besuch in der Abtei von Fontenay, einem Weltkulturerbe. Hier war neben der weitläufigen Klosteranlage ebenfalls eine Schmiede zu besichtigen. Eine Hauptattraktion war der Besuch des Kanals von Burgund. In einem Museum wurden die Besonderheiten und Schwierigkeiten des Baus erklärt. Auf einem Schiff wurde dann der Tunnel von drei Kilometern Länge durchfahren und die Technik der Schleusen erklärt. Auf der Rückfahrt gab es einen kurzen Halt, um die Quellen der Seine zu bewundern.

Auf dem Programm am nächsten Tag stand die Besichtigung der Bonbonfabrik in Flavigny sur Ozerain, in der die berühmten Anisbonbons hergestellt werden. Nach einer Mittagspause ging es nach Alesia, wo zu Römerzeiten die Gallier unter ihrem Führer Vercingetorix geschlagen wurden. Den Kindern ist die Geschichte aus "Asterix und Obelix" bekannt. Ein Besuch im Museum über den weltbekannten "moutarde de Dijon" gab den Kindern die Möglichkeit, Originalsenf aus Dijon als Reiseandenken mitzunehmen. Die Besichtigung der mittelalterlichen Burg von Châteauneuf, von der aus sich ein Blick über den Kanal von Burgund und die weite Ebene des Seinetals bot, schloss die Ausflüge ab.

Am Abschiedsabend gestaltete ein Animateur eine "musique folklorique" im Hof. Deutsche und französische Kinder lernten gemeinsam Tänze aus der Region. Das war ein schöner Abschluss des Aufenthalts. Noch bei einem Halt auf der Rückfahrt am Folgetag tanzten einige Kinder auf einem Autobahnrastplatz mit großer Freude, was sie gelernt hatten. Wieder einmal war das Treffen der Kinder ein großes Erlebnis, und einige werden die Kontakte weiterpflegen.

cb