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Ötlinger siegt beim Bundeswettbewerb

Der Ötlinger Stefan Kostka präsentierte sich zusammen mit seinem Teamkollegen Andreas Veil als bestes Mechatroniker-Team des Landes. Beide sind Auszubildende der Firma Festo.

STUTTGART Im Rahmen der deutschen Ausscheidung für die Berufsweltmeisterschaften kämpfte der Ötlinger Stefan Kostka auf der "Didacta" in Stuttgart um den Titel des besten Mechatronikers. Er ist einer der beiden Azubis, die als Team den Esslinger Festo-Konzern vertreten und den Wettbewerb als Sieger abgeschlossen haben.

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Bei technisch hochwertigen Automatisierungslösungen verzahnt sich die Mechanik zunehmend mit Elektronik und Informatik. Die Lösung, Mechatronik, exisistiert seit sieben Jahren als Berufsbild. In Deutschland sind die Ausbildungszahlen seit Einführung des Ausbildungsgangs stark angestiegen: Haben 1999 zirka 4 900 Azubis eine Ausbildung zum Mechatroniker abgeschlossen, sind es 2005 bereits 20 000 Azubis, die sich dieser Herausforderung stellen. Der Bundeswettbewerb Mechatronik bietet einen eindrucksvollen Einblick in die Aufgabenvielfalt des modernen Ausbildungsberufs.

Neben 22 anderen Teams von Auszubildenden aus renommierten Technologie-Unternehmen wie Daimler-Chrysler, VW, Siemens oder Bosch stellten Stefan Kostka und Andreas Veil von Festo beim Bundeswettbewerb Mechatronik ihre Fertigkeiten unter Beweis. In den Bereichen Mechanik, Elektronik und Informatik zeigten die beiden die besten Leistungen und den größten Teamgeist.

Die Teilnehmer mussten in ihren Aufgaben reale mechatronische Systeme aufbauen, in Betrieb nehmen und in Stand setzen. Eine Aufgabe beim diesjährigen Wettbewerb drehte sich um die MPS-Station "Verteilen". Eine andere, für die Teilnehmer bis zum Wettbewerb unbekannte Station, enthielt neueste Vakuumtechnik aus dem Baukasten von Festo.

Bei der Firma Festo trainierten seit November 2004 vier Azubis für diesen Bundeswettbewerb in ihren Werken Berkheim und Rohrbach sowie während drei gemeinsamer Trainingslager. Im Januar fiel die Entscheidung, dass Andreas Veil und Stefan Kostka in Stuttgart für Festo ins Rennen gehen würden.

Bei der gestrigen Siegerehrung durch den Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg, Ernst Pfister, erhielten Andreas Veil und Stefan Kostka als Gewinnerteam neben de

m Pokal die Fahrkarte nach Helsinki zu den "World Skills 2005". Die Ausbilder aller am Bundeswettbewerb Mechatronik beteiligten Firmen stellen einen firmenübergreifenden Trainingsplan für das Siegerteam auf die Beine damit einem erfolgreichen Abschneiden Deutschlands bei den "World Skills" nichts im Wege steht.

Bei dieser Berufsolympiade haben Jugendliche aus aller Welt Gelegenheit, ihr fachliches Können in 34 offiziellen Wettbewerbs- und etwa fünf Vorführdisziplinen aus den Berufsfeldern Technik, Industrie und Dienstleistungssektor zu zeigen. Die 38. "World Skills" finden im Mai statt mit rund 800 Teilnehmern aus nahezu 40 Ländern. In der größten Wettbewerbsdisziplin, der Mechatronik, gehen Zweierteams aus 28 Ländern an den Start. Dann heißt es Daumen drücken für die beiden angehenden Mechatroniker "Skilled in Germany" Stefan Kostka und Andreas Veil.

pm