Lokales

Ohmden in der Rolle des Gejagten

Der TSV Ohmden hat noch eine Rechnung offen: Am Sonntag will der neue Tabellenführer gegen den TSV Ötlingen vor heimischer Kulisse die Schmach der Hinspielniederlage wettmachen.

KIRCHHEIM 0:5 hieß es am 29. August aus Ohmdener Sicht. Damals hatte die Bergwaldkicker in Sachen Aufstieg niemand so richtig auf der Rechnung. Knapp zweieinhalb Monate später läuft es wie geschmiert bei den Ohmdenern. Der vor wenigen Wochen noch unanfechtbar erscheinende TSV Linsenhofen findet sich plötzlich nur noch auf Platz zwei wieder.

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Der kommenden Prüfung schauen die Ohmdener (24 Punkte) allerdings mit gemischten Gefühlen entgegen. Die am kommenden Sonntag im Bergwald antretenden Ötlinger tobten sich an jenem Augusttag beim denkwürdigen 5:0 förmlich aus. "Diese Partie sollte uns Warnung genug sein", betont Ohmdens Sprecher Markus Lenz. "Die Ötlinger hatten zwar zuletzt einen regelrechten Hänger, aber das soll nichts heißen. Wir sind sowieso ab sofort in der Rolle des Gejagten." Die Gäste sind als Tabellensiebter weit von jenen Höhen entfernt, in denen sich der Club zu Saisonbeginn tummelte. Das Match in Ohmden ist für den TSVO angesichts von nur 15 Punkten so etwas wie eine letzte Chance, doch noch einmal im Kampf um Platz eins und zwei eingreifen zu können.

Versetzt der TSV Jesingen II dem schwächelnden, einstigen Überflieger TSV Linsenhofen den nächsten Tiefschlag? Das wäre nicht nur den Ohmdenern, sondern auch dem SV Nabern als Tabellendritter mehr als Recht. "Ich bin mit unserer Entwicklung in den vergangenen Wochen mehr als zufrieden", sagt SVN-Abteilungsleiter Rainer Kneile. Besonders der Sieg in Linsenhofen am vergangenen Sonntag, als die Naberner aus einem 1:2 noch ein 4:2 machten, hat es ihm angetan. "Das war ein richtig gutes Spiel unserer Mannschaft", so Kneile. "Ich hoffe nur, dass alle nun gegen den Vorletzten TSV Schlierbach genauso motiviert zu Werke gehen." Die Perspektiven für die Naberner sind verlockend, denn am 20. November gastiert mit dem Schlusslicht TSV Owen gleich der nächste vermeintliche Punktlieferant beim SVN. "Wir müssen diese beiden Spiele vor der Winterpause gewinnen, sonst war unser toller Sieg in Linsenhofen nicht viel wert", appelliert Kneile.

Rosige Zeiten für Ohmden und Nabern nur allzu gerne würde auch der viertplatzierte TSV Notzingen II ganz vorne mitspielen. Mit dem 2:1 über den TSV Jesingen II verschaffte sich das Team von Thomas Eppinger immerhin wieder Anschluss an das Führungstrio. Beim zuletzt sechsmal in Folge siegreichen TSV Beuren steht nun aber eine ernstzunehmende Prüfung an. Den Beurenern ist nach einem verrückten Saisonverlauf, der mit fünf Pleiten begann und mit der erwähnten Siegesserie seine Fortführung nahm, alles zuzutrauen.

Bereits am Samstag kämpft die TG Kirchheim bei Marsonija Frickenhausen um den Anschluss nach vorne bei einer Niederlage wäre das Thema Kreisliga A bei der Turngemeinde wohl vom Tisch.

Der SGEH II winken eine Woche nach dem 3:0 in Schlierbach erneut drei Punkte. Mit dem TSV Owen gastiert der glücklose Tabellenletzte aus der Herzogstadt.

rei