Lokales

"Ohmdener Sternengesänge" zu Licht und Finsternis

OHMDEN Der Gesangverein Liederlust Ohmden gab unter dem Titel "Ohmdener Sternengesänge" ein Konzert zum Jahreswechsel in der weihnachtlich geschmückten Kirche Sankt Cosmas und Damian zu Gunsten des "Fördervereins krebskranker Kinder Tübingen".

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Unter der Leitung von Wolfgang Beck, am Klavier begleitet von Ella Stückelmaier, kam die von Bertram Schattel eigens für die Liederlust Ohmden komponierte Weihnachtsliedersammlung "Ohmdener Sternengesänge" zur Aufführung. Rund um den Liederzyklus ertönten zeitgenössische und traditionelle Lieder zum Thema Licht und Finsternis. Pfarrer Wolfgang Marx las dazu die Weihnachtsgeschichte.

Der stattliche Chor überzeugte mit einer hohen Textverständlichkeit, gepaart mit einem gepflegten Chorklang, bei dem die Soprane ihre lupenreine Stimmführung zeigten, der Bass und Alt mit Volumen und Volltönigkeit überzeugten und drei Tenöre mit solistischen Einlagen brillierten.

Im würdigen Rahmen der Ohmdener evangelischen Kirche konnten sich die zahlreichen Zuhörer durch die eindrucksvoll dargebrachten Lieder ganz auf die Weihnachtsbotschaft einlassen und in der von Umtrieb und Völlerei geprägten Weihnachtszeit einen wohltuenden Ruhepunkt finden.

Im Mittelpunkt des Konzertes stand der Liederzyklus "Ohmdener Sternengesänge". Bertram Schattel arrangierte eine Sammlung von Weihnachtsliedern für gemischten Chor und Klavierbegleitung, an deren Anfang und Ende der Kanon "Ein Stern ist aufgegangen" stand. Lieder wie "Die Nacht ist vorgedrungen", "Wisst ihr noch", "Was soll das bedeuten" und "Stern über Bethlehem" ertönten in neuem Gewand und drückten die Zartheit, Heiterkeit und den Glanz des weihnachtlichen Ereignisses aus.

Die verschiedenen Chorstimmen hatten dabei immer wieder Gelegenheit, in einzelnen Strophen ihre spezifischen Klangfarben hervorzuheben. Bertram Schattel setzte das Arrangement für einen Laienchor gut realisierbar, die Klavierbegleitung wurde in unaufdringlicher, aber aparter Weise komponiert und von Ella Stückelmaier gekonnt umgesetzt, leider aber von rauschenden Lautsprecherboxen etwas gestört.

Dirigent Wolfgang Beck verstand es, den Chor zur harmonischen Einheit zusammenzuführen und Phrasierungen samt Dynamik in feinster Weise hervorzuheben. Mit der Auswahl der Lieder rund um die "Sternengesänge" bewies er eine glückliche Hand. "Sind die Lichter angezündet", "Weihnachtsstern" oder "Meine Zeit steht in deinen Händen" machten die Aufführung ergänzend zu "einem erhebenden Chorkonzert", wie Pfarrer Marx die Stimmung ausdrückte. Die Liederlust konnte mit ihrer strahlenden Aufführung die Dunkelheit der Zeit ein wenig erhellen und Kindern in Not helfen.

rs