Lokales

Ohmdener Wehr ist gut aufgestellt

Hauptübung: „Brand“ in Polsterbetrieb erforderte schnelle Einsatzhilfe

Bei ihrer Jahresübung am Samstag trainierte die Feuerwehr die Brandbekämpfung mit Menschenrettung im Anwesen der Firma Haible in Ohmden. Den interessierten Zuschauern wurde mit einer gelungenen Demonstration die Einsatzfähigkeit der Wehr unter Beweis gestellt. Bürgermeister Manfred Merkle lobte das von Georg Siedl ausgearbeitete Übungsszenario und die gezeigte Leistung der Feuerwehrleute.

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Rainer Stephan

Ohmden. Die Übungsannahme ging von einem technischen Gerätedefekt aus, der zur Entzündung von Materialien führte. Während im Werkstattbereich Polsterschaumstoffe, Garne, Holz, Bezugsstoffe und in geringem Umfang auch Sprühdosen und Lacke untergebracht waren, lagerten auf der Südseite des Gebäudes größere Mengen Schaumstoffe. Dort zeigte sich nach außen die stärkste Rauchentwicklung. Aufgrund des verrauchten Treppenhauses konnten zwei im Obergeschoss befindliche Personen das Gebäude nicht mehr verlassen.

Markus Lenz begrüßte die Zuschauer, gab wichtige Vorinformationen zur Übung bekannt und kommentierte permanent das Geschehen. Nach der Alarmierung der Feuerwehrleitstelle über den Notruf 112 traf das Löschfahrzeug am Einsatzort ein. Der Lageerkundung durch Einsatzleiter Georg Siedl folgte auf dem Fuß der Befehl von Gruppenführer Bernd Haußmann an den Angriffstrupp zur Menschenrettung. Hierbei mussten die mit Atemschutz ausgestatteten Männer „Fluchthauben“ ins Haus mitnehmen, um die Gefährdeten vor Rauchgasen zu schützen. Parallel stellte der Schlauchtrupp die Wasserversorgung vom Hydranten zum Löschfahrzeug her.

Die geretteten Personen wurden den Rettungshelfern der Feuerwehr zur medizinischen Erstversorgung übergeben. Darauf folgte der Innenangriff mit Pressluftatmer und einem Strahlrohr zur Brandbekämpfung. Derweil ging der Sicherungstrupp als zweiter Angriffstrupp zur Brandbekämpfung in die Werkstatt vor.

Wenig später traf das Tanklöschfahrzeug am Brandort ein. Der Besatzung oblag an der Südostseite des Gebäudes die Brandbekämpfung und der Aufbau einer „Riegelstellung“, um ein Übergreifen der Flammen auf das Nachbargebäude abzuwehren.

Das Tragkraftspritzenfahrzeug traf als letztes an der Einsatzstelle ein. Aufgabe der Feuerwehrleute war es, eine vom Trinkbach über den Pausenhof führende Wasserversorgung aufzubauen. Danach nahm die Besatzung als weitere Angrifftrupps sowohl Brandbekämpfung als auch Riegelstellung ins Visier. Nach erfolgreichem Abschluss der Löscharbeiten endete der praktische Übungsteil mit dem Aufräumen der Gerätschaften und Fahrzeuge.

Bei der anschließenden „Manöverkritik“ im Ohmdener Feuerwehrhaus begrüßte Reiner Preyß die Feuerwehrleute und zahlreiche Gäste. Er freute sich, dass die Aufgaben der verhinderten DRK-Sanitäter von den ausgebildeten Rettungshelfern der Feuerwehr übernommen werden konnten. Georg Siedl ließ in einer Präsentation nochmals den Übungsablauf Revue passieren. Stellvertretender Kreisbrandmeister Jürgen Burkhardt hatte ein großes Lob für den Kommentator Markus Lenz parat: „Das war eine tolle Leistung.“ Nach der Würdigung spezifischer Details resümierte Burkhardt: „Die Ohmdener Wehr ist gut aufgestellt.“ Auch Bürgermeister Manfred Merkle war von der Leistung seiner Wehr sehr angetan. Er bedankte sich bei allen Übungsteilnehmern, ehe er zum gemeinsamen Vesper einlud.