Lokales

Ohne Moos nix los!

KIRCHHEIM Ein paar Kunden schauen erstaunt, als 26 junge Leute auf einen Schlag die KSK-Hauptstelle stürmen und vor dem Info-Schalter Aufstellung nehmen. Aber da warten schon Katrin Krämer und Andrea Weller und weisen uns den Weg zum Aufzug, der uns in einen geräumigen Saal nach oben unters Dach bringt. Dort ist schon alles für uns vorbereitet. Wir sollen heute von Fachleuten erfahren, was es mit dem Taschengeld so auf sich hat und wie man am besten mit ihm umgeht. Das Thema lautet:"Noch so viel Monat und so wenig Geld".

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Zuerst wird uns gezeigt, wieviel Taschengeld die Kinder und Jugendlichen so bekommen. Für unser Alter (13 bis 14 Jahre) sind es durchschnittlich etwa 20 bis 22 Euro im Monat. Später haben wir an unserer Schule in der Mittelstufe eine Umfrage gemacht und haben festgestellt, dass wir und unsere Mitschüler überwiegend 15 bis 20 Euro monatlich bekommen.

Danach geht's um die Frage: Für was geben die Jugendlichen ihr Taschengeld hauptsächlich aus? Jeder von uns muss nun das, wofür er überwiegend sein Taschengeld ausgibt, auf einen bunten Karton schreiben, der dann an eine Pinwand geheftet wird. Überraschend ist das Ergebnis nicht. Die Favoriten sind: Klamotten, Süßigkeiten und das Handy.

Wie man nun mit seinem Taschengeld über die Runden kommt, zeigen uns Katrin Krämer und Andrea Weller, indem sie uns einen Prospekt der KSK austeilen. Da sieht man, dass Jugendliche ein Konto eröffnen und auch Zinsen kassieren können. So kann man den selbstständigen Umgang mit seinem Taschengeld lernen, erfahren wir.

Danach können wir die verschiedensten Fragen stellen. Besonders Moritz fragt immer wieder nach Kreditbedingungen, aber auch nach den besten Verzinsungsmöglichkeiten. Unseren Lehrer interessiert die Lehrstellensituation, und auch nach Falschgeld und nach Banküberfällen erkundigen wir uns.

Bevor es wieder abwärts geht, werden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe übernimmt Katrin Krämer, die andere Andrea Weller. Sie zeigen uns die verschiedenen Schalter und Beraterbüros. Sehr interessiert sind wir am Geldzählautomaten. Hier klärt uns auch Rainer Ruff über Geldscheine und Falschgeld auf. Das Highlight kommt aber erst am Schluss: Wir dürfen im "Keller" die Räume mit den Schließfächern besichtigen. Einer älteren Dame ist es, wie es scheint, zuerst nicht geheuer, dass sich da unten so viele Leute aufhalten. Aber sie kann beruhigt werden.

Wir bedanken uns und machen uns auf den Heimweg durch die Innenstadt zur Teck-Realschule. Jetzt erst, gegen 11 Uhr, merken wir, wie hungrig wir sind. Da locken knusprige Brezeln, duftende Würstchen und Döner. Wie gut, dass es Taschengeld gibt!

Klasse 8d,

Teck-Realschule Kirchheim