Lokales

"Onser Saft" präsentiert Apfelsaft-Schorle

Der Förderverein "Onser Saft", ein Kind der Lokalen Agenda in Wendlingen, hat seine Produktpalette erneut ergänzt. Neben dem Direkt-Apfelsaft und der Mischung mit Mango gibt es jetzt auch ein Apfelsaft-Schorle.

CHRISTA ANSEL

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WENDLINGEN Im April 2001 wurde der Förderverein "Onser Saft" gegründet. Ziel dieses Kindes der Lokalen Agenda ist der Schutz der heimischen Streuobstwiesen. Für Dieter Schneider, engagierter Natur- und Vogelschützer, ist der Erhalt dieser Biotope unabdingbar für einen Artenschutz. Der Wendehals oder der Steinkauz sterben aus, wenn die Pflege der Streuobstwiesen vernachlässigt wird. Um für diese aufwendige Arbeit Anreize zu schaffen, wurde der Förderverein gegründet und haben sich inzwischen über 80 Streuobstwiesenbesitzer aus Wendlingen, Köngen, Notzingen und Umgebung vertraglich mit dem Förderverein und dem Abfüller, der Wendlinger Firma Valet, zusammengetan. Aus der Ernte des letzten Oktobers wurden allein 80 000 Liter Apfelsaft gewonnen. Verkauft wird dieser naturbelassene Apfelsaft getrübt und klar, als Mischung mit Mangosaft und jetzt ganz neu auch als Apfelsaft-Schorle.

Für die Streuobstwiesenbesitzer lohnt sich diese Kooperation mit dem Förderverein durchaus. Sie müssen sich zwar an die Vorschriften des Fördervereins halten, dürfen möglichst keine oder aber nur ökologisch vertretbare Spritzmittel verwenden und müssen sich hier auch kontrollieren lassen. Für ihren Obstertrag allerdings erhalten sie neben dem Tagespreis bei der Anlieferung einen Aufpreis von 3,50 Euro pro Doppelzentner.

In der Wendlinger Saftverwertung wird daraus Direktsaft produziert, der längst seine Abnehmer gefunden hat. Noch wenig Berücksichtigung allerdings findet dieses Angebot des Fördervereins in der heimischen Gastronomie. Hier sind die Werbe-Versuche der Vereinsmitglieder für den naturbelassenen Direktsaft bislang stets am Preis gescheitert.

Die Idee, die Angebotspalette von "Onser Saft" um ein Schorle zu ergänzen ist irgendwann geboren. Und mehr zufällig hat Dieter Schneider bei einer überregionalen Steinkauztagung den Kontakt zu den Ensinger Heilquellen geknüpft. In dessen Firmenleiter Dr. Fritz fanden die Wendlinger einen engagierten Mitstreiter, der auch nicht aufgab, als bei einem ersten Mischungsversuch die Abfüllmaschinen streikten, weil der Direktsaft aus Wendlingen zu sehr schäumte. Apfelsaft wird in der Regel nicht mit Direktsaft sondern mit Apfelsaftkonzentrat gemischt.

Am Ende hat man eine Lösung gefunden. Angeboten wird jetzt in einer handlichen Kiste mit je elf Halbliter-Pet-Flaschen ein Schorle, gemischt aus 62 Prozent naturbelassenem Onser Saft und Ensinger Mineralwasser. Wie alle Flaschen des Fördervereins ziert auch diese kleine Flasche das von dem Schüler Fatih Kokud entworfene Etikett mit den lachenden Äpfeln.

Runde 10 000 Liter oder 20 000 Flaschen Schorle wurden jetzt erstmals produziert. Am vergangenen Wochenende haben die ersten Kisten auf dem Wendlinger Wochenmarkt bereits interessierte Abnehmer gefunden.