Lokales

"Optimale Lösung"

Der Schulbetrieb ist bereits in vollem Gange, am Freitag wurde der Neubau an der Fritz-Ruoff-Schule nun offiziell eingeweiht. Landrat Heinz Eininger begrüßte in der Cafeteria des neu erstellten Otto-Umfrid-Baus zahlreiche Gäste aus Landes- und Komunalpolitik sowie von Schulen und aus der Schulverwaltung.

UWE GOTTWALD

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NÜRTINGEN Die Erweiterung des Schulzentrums Auf dem Säer ist für den Landrat ein wichtiger Schritt in die Zukunft des beruflichen Schulwesens, nicht nur in Nürtingen, sondern für den gesamten Landkreis. "Der Landkreis hat seine Hausaufgaben gemacht", betonte Eininger und erinnerte an die ersten Planungen, die er bei seinem Amtsantritt vor sechs Jahren vorfand und die noch von einer wesentlich kostenträchtigeren Lösung am alten Standort ausgingen. "Wir haben nochmal gerechnet und mit der Zusammenlegung der Otto-Umfrid- und der Fritz-Ruoff-Schule eine optimale Lösung gefunden", so Eininger.

Mit dem Umzug der Fachbereiche für pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte, zahnmedizinische Angestellte, Zahntechniker und medizinisch-technische Angestellte vom Fuße des Säers hinauf zum ernährungs- und agrarwissenschaftlichen Schulzentrum habe man zwei Schulen zu einer zusammengefasst, die sich von ihren naturwissenschaftlichen Ausrichtungen her gut ergänzten.

Das 110 Meter lange, dreigeschossige Schulgebäude bietet 15 Klassen- und drei Lehrerzimmern Platz, darüber hinaus sechs EDV- und vier Laborräumen sowie fünf Chemiesälen. "Der Kreis hat innerhalb der letzten drei bis vier Jahre am Standort Nürtingen rund 25 Millionen Euro in die Hand genommen und eine beruflich-orientierte Schullandschaft geschaffen, die Jugendlichen optimale Ausbildungschancen bietet", so der Landrat. Davon flossen elf Millionen in den Neubau, vier Millionen bekommt man über die Landesförderung wieder zurück.

Dass sich der finanzielle Kraftakt trotz klammer Kassenlage für den Kreis lohnt, davon ist der Landrat überzeugt: "In die Ausbildung von Fachkräften für den heimischen Mittelstand zu investieren, ist die beste Standort- und Wirtschaftsförderung." Einingers Dank galt den Schulleitungen und den Lehrerkollegien, denen er eine konstruktive Mitarbeit bei der Zusammenlegung der Schulen bescheinigte. Der Dank galt aber auch dem Architekturbüro Obermeyer und den Projektplanern für den architektonisch gelungenen, transparenten und dabei funktionalen Bau, der in gut zwei Jahren termingerecht realisiert worden sei. Auch die Kostenunterschreitung von zehn Prozent sei erfreulich, zu der neben den Planern auch der Kultur- und Schulausschuss des Kreistags mit seinen umsichtigen Entscheidungen beigetragen habe. Trotz Einsparungen am Gebäude sei der Schulbau jedoch mit modernster Labor- und Informationstechnik ausgerüstet.

Schulleiter Dieter Diehl beteuerte: "Wir wissen es zu schätzen, mit dem Kreis einen Schulträger zu haben, dem das berufliche Schulwesen überaus am Herzen liegt." Mit dem Neubau und seiner Ausstattung sei ein Unterricht möglich, der Theorie und Praxis eng verzahne.