Lokales

"Ordentliches Jahr"

Von einem "ordentlichen Jahr für die Gemeinde" sprach Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann bei der Vorstellung der Jahresrechnung 2004 im Gemeinderat. Einschränkend fügte er jedoch hinzu: "So gut wird es so schnell nicht mehr."

ANDREAS VOLZDETTINGEN Durch ein unerwartet hohes Gewerbesteueraufkommen 1,74 Millionen Euro statt der geplanten 1,2 Millionen konnte die Gemeinde Dettingen ihre Zuführungsrate vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt im Jahr 2004 von rund 40 000 auf über 460 000 Euro erhöhen. Im Vermögenshaushalt reduzierte sich die Rücklagenentnahme von geplanten 236 000 Euro auf 73 000 Euro. Die gesamte Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde Dettingen lag zum 31. Dezember 2004 bei 693,02 Euro und damit in etwa beim Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden.

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"Die Gewerbesteuer war unser Rettungsanker", betonte Rainer Haußmann im Ratsrund. Das Ergebnis sei aber nur deshalb so gut, weil das Basisjahr 2002 so schlecht war. Somit habe es für 2004 mehr Finanzzuweisungen und weniger Umlagezahlungen gegeben. Nach dem erfolgreichen Jahr 2004 schlägt dieses Pendel künftig wieder in die andere Richtung aus.

Bis Ende 2005 werde die allgemeine Rücklage "fast auf dem Niveau des Mindestbestandes angekommen" sein, prognostizierte Verena Wiedmann, die Leiterin der Dettinger Haupt- und Finanzverwaltung, als sie im Anschluss den Finanzzwischenbericht 2005 vorstellte. Demzufolge ließ sich im ersten Halbjahr das positive Ergebnis der Gewerbesteuereinnahmen halten. Allerdings stelle sich der Einkommensteueranteil wesentlich schlechter dar als vorgesehen.

Der Haushaltsausgleich sei zwar nicht gefährdet, aber dennoch wies Verena Wiedmann darauf hin, "dass wir weiterhin an der Sanierung der kommenden Haushalte arbeiten müssen".