Lokales

Orientierungshilfen, Berufsfelder, Angebote

Unternehmen aller Art geben Kirchheimer Schülern Aufschluss über Ausbildungsberufe

An verschiedenen Berufsinformationsständen konnten sich gestern Jugendliche aus Kirchheim und Umgebung in der Stadthalle informieren.

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Marlene Litzka

Kirchheim. Schon im Foyer war schnell klar, was gestern in der Kirchheimer Stadthalle geboten wurde. Dort hingen Zettel aus, auf denen konkret freie Lehr- beziehungsweise Ausbildungsstellen angeboten wurden. Im Saal selbst hatten die meisten Berufsinformationsstände ihre Plätze. Viele junge Leute, die zum Teil selbst noch eine Ausbildung oder Lehre machen, waren Repräsentanten ihrer Betriebe und standen allen interessierten Schülern Rede und Antwort. Sie stellten die Berufsangebote vor, gaben allgemeine Auskunft über ihr Berufsfeld, beschrieben aber auch spezifisch den Ablauf ihrer Ausbildung.

Mit viel Infomaterial bepackt, bauten nicht nur Kirchheimer Betriebe, sondern auch Unternehmen von außerhalb oder weiterführende Schulen ihre Informationsstände auf dem ersten Kirchheimer Berufsinformationstag auf. Ein vielfältiges Angebot stellte sich den Jugendlichen dar, die sich über Tätigkeiten in sozialen oder kaufmännischen Bereichen informieren wollten. Neben den „typischen Frauenberufen“ wie Medizinische Fachhelferin oder Krankenpflegerin wurden auch technische Tätigkeiten beziehungsweise eher „typische Männerberufe“ offeriert, die die Mädchen nicht ganz außer Acht ließen.

Großer Andrang vor allem am Informationsstand der Polizei: Nach Angaben eines Polizeibeamten ist das Berufsfeld der Polizei schon längst keine reine Männerdomäne mehr. Immer mehr junge Frauen interessieren sich mittlerweile für eine Ausbildung bei der Polizei. Für allgemeine wie auch konkrete Fragen standen Vertreter der Agentur für Arbeit mit einem Stand zur Verfügung. Jeweils eine Stunde lang hatten die Schüler die Möglichkeit, in einem Stuhlkreis ins Gespräch mit Berufsberatern zukommen.

Die Veranstaltung war hauptsächlich für Jugendliche der neunten und zehnten Klasse gedacht. Unter all den Schülern fanden sich auch vereinzelt Lehrer, die ihre Klassen, getrennt nach Mädchen und Jungs, in die Stadthalle begleiteten. Für einige Schüler war der Berufsinformationstag verpflichtend.

An den meisten Ständen war nach drei Stunden Wechsel. Die Repräsentantinnen wurden von ihren Kollegen abgelöst – und umgekehrt. Dieser Wechsel war von den Organisatoren – Brückenhaus, Inbus, Jugendmigrationsdienst, KiZ und Mehrgenerationenhaus Linde – deshalb vorgesehen, damit die Mädchen und die Jungs sich bei ihrer Orientierung an jeweilige Vorbilder wenden konnten.