Lokales

Osterlämmer und leuchtende Kinderaugen

BISSINGEN Der Winter ist lang. Zu lang. Und vor allem der quicklebendige Nachwuchs ist in der "guten Stube" kaum noch zu halten. Rund 300 blökende und schreiende Tiere warten in Thomas Langs Schafstall am Bissinger Heerweg auf den Frühling. Scheue Kamerunschafe, widerstandsfähige Tiroler Bergschafe, wollige Merinoschafe und Heidschnucken sowie Burenziegen und Deutsche Edelziegen bevölkern den Stall. Kahl geschoren. Sobald das erste Grün sprießt und die Hecken wachsen, beginnt für des Schäfers gemischte Truppe die Freiluftsaison. "Heuer verschiebt sich alles um 14 Tage", sagt Thomas Lang.

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Die Schafböcke stehen in einem separaten Gatter. Einer sieht vis a vis die Kamerunschafe und steigt beglückt mit den Vorderhufen auf die Einzäunung. "Guck mal, die Ziege will aufsteh'n", meint ängstlich ein Schüleskind, das mit seiner Gruppe und den Erzieherinnen die Schafe besucht. "Die sieht aus wie ein Stier. Ist die Ziege gefährlich?" Thomas Lang erklärt den Kleinen, dass der Schafbock gerne zu den Mädels rüber will und nicht darf. Inzwischen hat Lore Nies, die gemeinsam mit Thomas Lang die Grünlandpflege GbR betreibt, viele Kinder um sich geschart. In ihren Armen hält sie ein Lämmlein, das gierig an der Milchflasche saugt. Leuchtende Kinderaugen sind ihr gewiss. Alle wollen sie das schnucklige Wesen streicheln und die Flasche halten.

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