Lokales

Owener Sonderweg

Direkte Verhandlungen mit Stromerzeuger

Die Stadt Owen schreibt die Stromversorgung der städtischen Gebäude nicht öffentlich aus. Vielmehr hat der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, direkt mit der ortsansässigen Firma EWO zu verhandeln.

Andreas Volz

Owen. Wie Bürgermeisterin Verena Grötzinger mitteilte, liegt die Summe für den Stromverbrauch der städtischen Gebäude unterhalb des Schwellenwerts, ab dem eine öffentliche oder gar eine europaweite Ausschreibung vorgeschrieben ist. In der nicht öffentlichen Beratung habe sich bereits gezeigt, dass der Gemeinderat am bisherigen Verfahren und damit auch am bisherigen Stromlieferanten festhalten wolle. Die Form machte es nun aber erforderlich, dass das Gremium in öffentlicher Sitzung einen entsprechenden Beschluss fasst.

Die meisten Kommunen würden sich an einer Bündelausschreibung des Gemeindetages beteiligen, berichtete die Bürgermeisterin. Die Stadt Owen sei bislang aber mit der Firma EWO mindestens so günstig gefahren wie bei einer Beteiligung an der Sammelausschreibung.

Letzteres war auch für Stadtrat Ulrich Raichle das ausschlaggebende Argument, um erneut mit der Firma EWO zu verhandeln. Sein Ratskollege Hans-Jörg Schmid ergänzte: „Entscheidend ist auch die Nähe zur Firma.“ Es gebe immer Schwierigkeiten, „wenn der Apparat zu weit weg oder zu groß ist“.

Die Gemeinderatsmitglieder schlossen sich der Argumentation an und stimmten einmütig dafür, dass die Stadtverwaltung mit der Firma EWO über die Stromlieferung verhandeln soll. Stadtrat Christoph Ensinger war während dieses Tagesordnungspunktes wegen Befangenheit vom Ratstisch abgerückt.

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