Lokales

Pachtvertrag gekündigt: Was tun?

Die Gastronomie im Dettinger Hallenbad war nicht zum ersten Mal Thema im Gemeinderat. Vor der jüngsten Sitzung aber war ein überraschender Dringlichkeitsaspekt hinzugekommen: Der Betreiber der Cafeteria hatte fristgerecht zum 30. November 2005 den Pachtvertrag gekündigt.

ANDREAS VOLZDETTINGEN "Der Pächter hat von sich aus gekündigt, weil er andere Lokalitäten betreibt." Mit dieser Bemerkung leitete Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann im Gemeinderat die Aussprache zum Tagesordnungspunkt "Hallenbad Kündigung des Pachtvertrags" ein und bat die Ratsmitglieder um Vorschläge zum weiteren Vorgehen. "Wenn wir die Bewirtschaftung aufrecht erhalten wollen, müssen wir in die Küche investieren", stellte Peter Bayer fest. Was für die Gastronomie jedoch konkret zu investieren sei, vermochte im Ratsrund niemand aus dem Stegreif zu sagen.

Anzeige

"Ich muss zugeben, dass wir das Gutachten abgelehnt haben, das uns diese Zahlen auf den Tisch gebracht hätte", erinnerte Johannes Stulz an die Sitzung vom 9. Mai dieses Jahres und fügte etwas ratlos hinzu: "Jetzt wüssten wir trotzdem gerne, wie man weitermacht." Ein fachmännisches Gutachten scheint inzwischen auch von anderen Mitgliedern des Gemeinderats als Desideratum betrachtet zu werden. So machte Roland Sigel keinen Hehl aus der Tatsache, dass er kein Fachmann ist: "Ich sehe mich außerstande zu sagen, was wir brauchen."

Dr. Werner Hack empfahl eine Alternative zu der Expertise, die im Mai von der Verwaltungsseite vorgeschlagen worden war: Er wolle einen ihm bekannten Fachmann vom Hotel- und Gaststättenverband fragen, ob und unter welchen Bedingungen dieser ein Gutachten erstellen könne. In eine ganz andere Richtung ging Dietmar Vogt, der überzeugt davon ist, dass es Interessenten gibt, die die Hallenbad-Cafeteria weiterbetreiben werden. Bis tatsächlich jemand gefunden ist, schlug er vor, Automaten aufzustellen.

Der Vorschlag, einen neuen Pächter zu suchen, überzeugte wiederum Inge Schaufler so sehr, dass sie gleich ein erweitertes Investorenmodell ins Spiel brachte: "Wer will, kann sogar das ganze Hallenbad übernehmen." Konkret wurde die Gemeindeverwaltung aber lediglich damit beauftragt, Gutachter oder Interessenten für die Cafeteria zu finden und vorsichtshalber auch bei einer Automatenfirma anzufragen.