Lokales

Patenschaften der etwas anderen Art

KIRCHHEIM Siedelt eine Familie in ein anderes Land um, stellen sich ihr keine leichten Aufgaben. Die Sprache ist fremd, die Menschen gehen anders aufeinander zu und es ist vergleichsweise schwieriger, sich eine berufliche Zukunft aufzubauen.

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Die Initiative "Linde Jugend und Kultur" betreut in dem Projekt "Rückenwind" Kinder von Spätaussiedlerfamilien ein Stück weit auf ihrem beruflichen Weg. Sie sind alle unter 25 Jahre alt und leben unterschiedlich lange mit ihren Familien in Deutschland. Für diese jungen Leute sucht "Linde Jugend und Kultur" interessierte Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, innerhalb einer freiwilligen Patenschaft sich eine Zeit lang zu engagieren. Was die Patenschaft beinhaltet und wie lange sie anhält, bestimmen die Paten und die jungen Projektteilnehmer selbst.

Eine Patenschaft könnte bedeuten, die jungen Menschen zu ermutigen, ihre Pläne und Zukunftsvorstellungen zu verwirklichen, sie zu unterstützen, neue Kontakte, beispielsweise in Vereinen, zu finden, mit ihnen gemeinsame Unternehmungen zu machen oder ihnen bei ihrer sprachlichen Entwicklung zur Seite zu stehen. Die jungen Spätaussiedler können von der Lebenserfahrung und den Kontakten ihrer Paten profitieren. Im Gegenzug erhalten die Paten fachliche und persönliche Unterstützung durch eine Sozialpädagogin, Weiterbildungseinheiten in interessanten Themen, wie beispielsweise Schuldnerberatung und je nach Begabung und Fähigkeiten der jungen Erwachsenen auch deren Unterstützung etwa bei handwerklichen Tätigkeiten oder Fragen rund um die neuen Medien.

Interessenten können sich bei der Mitarbeiterin Peggy Stier telefonisch unter der Nummer 0 70 21 / 4 44 11 melden oder persönlich bei "Linde Jugend und Kultur" in der Alleenstraße 90 in Kirchheim.

pm