Lokales

Peers auf der Straße

Beim "Peers-Projekt" in den Kreisen Esslingen und Göppingen kommen junge, speziell ausgebildete Leute an Fahrschulen, um sich mit Fahrschülern über den Umgang mit Alkohol und Drogen im Straßenverkehr auseinander zu setzen.

ESSLINGEN Bei 20 Einsätze haben die Peers, die sich vom englischen Wort peers für "Gleiche" ableiten, in den Landkreisen Esslingen und Göppingen bereits durchweg positive Rückmeldungen aus den Fahrschulen bekommen. Viele weitere Fahrschulen signalisieren Interesse. Darum werden weitere engagierte junge Leute zur Verstärkung gesucht, die jeweils zu zweit in die Fahrschulen gehen.

Anzeige

Zunehmend fallen junge Fahrer mit Alkohol oder Drogen im Straßenverkehr auf. Vor allem an Wochenenden kommt es unter dem Einfluss von Suchtmitteln immer wieder auch zu tödlichen Unfällen. Peers sollen ergänzend zum Fahrschulunterricht den Umgang mit Suchtmitteln im Straßenverkehr und die Erfahrungen im Freundeskreis thematisieren. Ideen und Strategien werden entwickelt, wie Freizeit, Fahrzeug und Feiern, ohne dass es zu gravierenden Folgen im Straßenverkehr kommt, organisiert werden können.

Junge Leute, die sich beim Peers-Projekt engagieren wollen, werden vorab fachlich ausgebildet von Polizei, TÜV, Jugend- und Drogenberatung und Suchtberatung. Angeboten wird ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch. Peers sollten für ein Jahr mitmachen können. Geplant sind ein bis zwei Einsätze im Monat gegen eine kleine Aufwandsentschädigung. Für die Mitarbeit gibt es ein Zertifikat.

Bei Studenten kann die Tätigkeit eventuell als Praktikum anerkannt werden. Sie eignet sich durchaus auch als Thema für eine Diplomarbeit.

Am Donnerstag, 24. Februar, gibt es einen Info-Abend, die Ausbildung findet am 5. und 6. März statt. Der Einsatz in Fahrschulen ist ab April oder Mai 2005 geplant.

Das Peer-Projekt wird im Bundesland Baden-Württemberg als Modell in den Landkreisen Esslingen und Göppingen erprobt. Namhafte Unternehmen im Landkreis konnten als Sponsoren gewonnen werden.

Weitere Informationen für alle, die als Peer mitarbeiten oder als Fahrschule am Projekt teilnehmen wollen, gibt es bei der Beauftragten für Suchtprophylaxe im Landratsamt Esslingen, Elke Klös, Telefon 07 11/39 02-25 71, E-Mail: Kloes.Elke@ Landkreis-Esslingen.de und außerdem im Landratsamt Göppingen bei Uschi Saur, Telefon 0 71 61/2 02-6 52, E-Mail: U.Saur@Landkreis-Goeppingen.de.

pm