Lokales

Persönlicher Kontakt im Mittelpunkt



IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM Einige Male waren bereits Christen aus Kirchheim und Umgebung nach Tansania gereist. Vor zwei Jahren hießen die Deutschen zwei Afrikaner willkommen, derzeit sind erneut zwei Gäste vor Ort. Charles Mbeikya und Erick Rwezaula sind beide Lehrer. Kein Wunder, dass ihr Interesse vor allem dem Schulsystem gilt. Im Esslinger Raum kamen sie mit mehreren Pädagogen ins Gespräch. Dort besuchten sie nämlich Pfarrer Enderle, neben Michael Maier einer der Mitbegründer der Partnerschaft und selbst schon Gast in Afrika.



Zu Beginn der Partnerschaft, deren Aktivitäten durch Spenden finanziert werden, hat das Komitee in Ihanda einen Kindergarten errichtet. "Um den Kindergarten herum hat sich ein kleines Gemeindezentrum entwickelt", freut sich Michael Maier. "Bisher gab es dort gar keine Jugendarbeit, jetzt sind dazu erste Ansätze sichtbar", ergänzt Birgit Zimmermann, die selbst in der Partnerschaft aktiv ist und als Afrika-begeisterte Zeitgenossin ebenfalls schon dem nordtansanischen Bezirk einen Besuch abgestattet hat. Diese Jugendarbeit soll nun weiter gefördert werden. Außerdem schwebt den aktiven Christen der Aufbau einer Ausbildungsstätte in Ihanda vor, für die bereits Pläne existieren.



Ein wichtiges Element der Partnerschaft ist und bleibt der direkte Kontakt aller Beteiligten. Was die Kommunikation anbelangt, ist manches schon leichter geworden: War noch vor wenigen Jahren, als sich die Kontakte entwickelten, ein Telefonat mangels Strom ein Ding der Unmöglichkeit, so haben mittlerweile in der afrikanischen Provinz längst Handys Einzug gehalten. Persönliche Gespräche ergänzen seither bei Bedarf die raren Besuche und Briefwechsel. Kommuniziert wird in Englisch. Doch einige der Deutschen, allen voran Michael Maier, üben sich auch schon eifrig in Kisuaheli.



Am Freitagabend haben alle Inte-ressierten die Gelegenheit, Charles und Erick kennen zu lernen und Näheres zu erfahren über ihre Heimat sowie das Land, das den Kilimandscharo, den höchsten Berg Afrikas, sein Eigen nennt: Um 19.30 Uhr findet in der evangelischen Kirche in Ochsenwang ein Dank- und Begegnungsgottesdienst mit Infos und Bildern statt.



Details über die Partnerschaft kann man bei Bernd Gienger erfragen unter der Telefonnummer 0 70 23/74 67 90. Jede Menge Informationen über die laufenden Projekte und deren Zielsetzung gibt es auch im Internet unter der Adresse www.chucha-ihanda.net.

Sightseeing zwischen Fachwerkgiebeln: Michael Maier vom Partnerschaftkomitee sowie Birgit Zimmermann und Andrea Burkhardt zeigen den afrikanischen Gästen die Stadt Kirchheim.

Foto: Jean-Luc Jacques