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Planungen stehen, Zuschusshöhe noch offen

Schulbaumaßnahmen, die sich aus den geplanten Angeboten an Ganztagsbetreuung ergeben, prägten die jüngste Sitzung des Technischen Ausschusses in Kirchheim. Im zweiten Anlauf stieß jetzt die abgespeckte Variante für die Mensa am Schlossgymnasium auf Zustimmung. Außerdem billigten die Ratsmitglieder die Planung für den Anbau an die Konrad-Widerholt-Schulen.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM Drei Prämissen lagen den Überlegungen zum Neubau einer Mensa im Schlossgymnasium zu Grunde, die das Jesinger Büro Layer jetzt präsentierte: Es galt, die Dachsituation zu überdenken, die Belichtung zu verbessern und vor allem die Kosten zu senken. Guido Layer stellte eine Lösung vor, wonach zwei versetzte Flachdächer ineinandergreifen, sodass dazwischen ein Oberlichtband entsteht, über das die Belüftung des Speisesaals kostengünstig erfolgen kann. Auf ein Minimum reduziert wurde einer der Hauptkostenfaktoren des Gebäudes, die Küche. "Wir haben versucht einzusparen, wo's nur ging", resümierte Layer.

Die Gesamtkosten, die ursprünglich bei deutlich über einer Million Euro lagen, wurden gewaltig gesenkt: 807 000 Euro veranschlagt der Architekt jetzt für das Projekt, das auch mit dem Verein "essbar Mensa im Schloss" und mit der Schulleitung abgestimmt wurde. Mit der Entscheidung für die abgespeckte Variante mit verringerter Fläche, steht der Stadt auch eine Reduzierung der Zuschüsse ins Haus, die bisher mit 528 000 Euro beziffert waren. Die erforderlichen Gespräche mit dem Oberschulamt stehen noch aus.Etwa eine Million Euro werden die Baukosten für den Anbau betragen, der Ganztagsbetreuung an den Konrad-Widerholt-Schulen ermöglichen soll. Hinter dieses Vorhaben hatte sich der Gemeinderat bereits grundsätzlich gestellt, vorausgesetzt, aus dem Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung (IZBB) des Bundes fließen auch hier die erhofften Zuschüsse in Höhe von über 700 000 Euro.

Die Entwurfsplanung des Büros Knoblauch-Luippold-Einselen, das zurzeit mit der Sanierung der Konrad-Widerholt-Schulen befasst ist, sieht den Einbau eines Aufenthaltsraums und Bewegungsraums im Erdgeschoss im Bereich der Eingangshalle vor. Außerdem soll die Schule einen zweigeschossigen Anbau erhalten. Im Untergeschoss ist die Mensa mit Platz für 80 Schüler vorgesehen, darüber könnten ein Ruheraum, eine Lernwerkstatt, ein Gruppenraum sowie ein Raum für Sozialarbeit Platz finden.Die Programmfläche des Bauwerks umfasst etwas über 400 Quadratmeter. Einstimmig segneten die Räte die Planung und Kostenschätzung ab und stimmten der stufenweise Beauftragung des Büros mit den Architektenleistungen zu. Ehe konkrete Schritte eingeleitet werden, muss der Bescheid über IZBB-Mittel vorliegen.