Lokales

Plastikberge in der Mensa

Mensa-Essen aus Plastiktellern, einen fünf Meter kurzen Weg mit dem Auto fahren und ein Mülleimer für alles viele Amerikaner haben ein anderes Umweltbewusstsein als es die Deutschen gewöhnt sind. Jede Familie besitzt zwei bis drei Autos. Mit 16 haben auch die meisten Amerikaner schon ihr erstes eigenes Auto, mit dem sie überall hinfahren. Schnell zum Supermarkt oder auch zur Schule das Auto wird immer benutzt. Nur etwa fünf Prozent der Schüler kommen mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule.

Auch gibt es in jedem Haushalt um die fünf Computer und Fernseher, die bei manchen Familien den ganzen Tag über laufen. Doch das Erschreckendste für uns waren die Massen von Müll, vor allem in der Cafeteria. Dort gibt es jeden Tag hunderte von neuen Plastiktellern, Plastikbechern, Plastikschüsseln und Plastikbesteck. Die großen Mülleimer in der Cafeteria werden mindestens fünf Mal während der Mittagspause geleert. In Amerika gibt es keine Mülltrennung. Bananenschalen, Joghurtbecher, Dosen, Papierreste, Plastik alles fliegt in den gleichen Abfalleimer. Erst später in den Fabriken wird etwa Metall herausgefiltert. Danach wird alles verbrannt und dadurch Energie erzeugt.

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Was wir gut fanden, waren die Trinkwasserhähne in der Schule, in Büros und auch in den meisten öffentlichen Gebäuden. Wer Durst hat, muss nur zu diesen Waschbecken laufen und kann trinken. So spart man sich das Herumschleppen von Trinkflaschen.

Auch wenn vieles neu war, haben wir uns schnell an die Lebensweise der Amerikaner gewöhnt. Und wenn sie schon nicht in Sachen Umwelt punkten können, so geben wir unseren amerikanischen Freunden umso mehr Punkte für Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit und Gastfreundschaft.

Madlen und Victoria