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Plastiktütenfür den Notfall Nach ...

Plastiktütenfür den Notfall

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Nach Presseberichten über Fehl- beziehungsweise Totgeburten bei Rindern, verursacht durch den in Hundekot vorkommenden Einzeller Neospora caninum, gingen vor einiger Zeit bei verschiedenen Landratsämtern anonyme Briefe ein, in denen Landwirte androhten, Giftköder für Hunde auszulegen. Eine später folgende Berichtigung, die auch im Teckboten erschien und die diese Gefahren sehr stark relativierte, wurde anscheinend wie auch der Leserbrief von Familie Schröter zeigt von vielen Lesern nicht zur Kenntnis genommen.

Hier noch einmal ein Auszug aus dem Gutachten von Professor Dr. Mehlhorn, Institut für Parasitologie der Uni Düsseldorf, Professor Dr. Heydorn und Professor Dr. Schein, Institut für Vet. Parasitologie der FU Berlin: . . . "Die Übertragung der nach unserer Meinung für gesunde Tiere ungefährlichen Neospora-Stadien erfolgt somit im Wesentlichen von der Kuh aufs Kalb. Sofern Hunde überhaupt in nennenswertem Maße an der Verbreitung beteiligt sind, so sind es die Hunde der Bauern selbst sofern sie mit rohem Fleisch ernährt werden. Zu einer Verteufelung von Spaziergängerhunden besteht somit absolut keine Veranlassung . . ."

Selbstverständlich wird niemand bestreiten, dass Hundehaufen auch weiterhin weder in fremde Vorgärten noch auf Spielplätze oder Gehwege gehören. Zugegebenermaßen unappetitlich für Mensch, Rind oder Schaf wird es auch, wo sich große Mengen Kot ansammeln, zum Beispiel auf Wiesen und Feldern entlang viel begangener Wege. Mittels Plastiktüte und einiger zusätzlich von den Gemeinden aufgestellter Abfalleimer ließe sich das Problem sicherlich wenn nicht völlig beseitigen, so doch zumindest entschärfen. Im Übrigen kenne ich genügend Hundehalter, die mit Plastiktüte für den Notfall gerüstet sind nur wird das in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.

Marie-Luise Strewe

Lenningen

Nationalspracheals Weltsprache?

Zum Leserbrief "Anglizismen sorgen nicht für größere Attraktivität", im Teckboten vom 16. März, und zum Artikel "Late-Night-Shopping in neuem Licht", im Teckboten vom 20. April:

In meinem Leserbrief warb ich für eine sprachliche und kulturelle Vielfalt in Europa. Ein "Sprachgulasch" aus Englisch und Deutsch ist stillos und albern. Im Teckbotenartikel vom 20. April "Late-Night-Shopping in neuem Licht" über das Beleuchtungsvorhaben für Kirchheims Innenstadt treibt der Ungeist des Amerikanisch-Deutsch-Mix munter sein Unwesen weiter . . .

Wie recht doch Dr. Lyle Campell von der staatlichen Universität Louisiana, USA, hat, wenn er bangt: "Es gibt Leute, die die englische Sprache für einen regelrechten Virus halten und an eine Verschwörung glauben, die die ganze Welt in eine riesige McDonalds-Bude verwandeln will".

Ich schätze, verteidige und liebe die deutsche Sprache gleichzeitig schaue ich über den Tellerrand Kirchheims hinaus. Mit welchem Recht darf denn eine Nationalsprache Weltsprache sein? Wäre es auch im Blick auf den Dialog mit der islamischen Welt nicht gerechter, endlich die neutralen Sprachen Ido oder Esperanto als Weltsprache einzusetzen? Ihr Sprachverhunzer (F. Nietzsche) denkt zu wenig darüber nach, was ihr da tut, geschweige denn, was ihr unserer deutschen Kultur damit antut. In der "City" New Yorks würde ich ja ein "Late-Night-Shopping" tätigen. Doch wenn die Innenstadt (!) Kirchheims am Abend beleuchtet ist (!), dann spricht man hierzulande von einem Stadtbummel .

Jörg Tobias

Notzingen, Brahmsstraße 1

Integrationspolitikoder bloß purer Wahn?

Was haben eigentlich zum Beispiel deutsche, französische oder englische Integrationspolitiken gemeinsam? Angeführt von vom Integrationswahn befallenen Politikern aller Coleur sind sie kläglich gescheitert und in einer katastrophalen Sackgasse gelandet. Deren Unfähigkeit gipfelt nun in einem so genannten "Integrationsgipfel", ein Konstrukt, welches von Rat- und Tatlosigkeit eben jener Multi-Kulti-Clowns geradezu überschäumt. Und Claudia Roth stellt sich koranbewehrt in Berlin-Neukölln auf und sagt, hier gefalle es ihr besser, als in weiten Teilen Bayerns. Gehen Sie Frau Roth, gehen Sie und bleiben Sie auf nimmer Wiedersehen dort.

Obwohl sich mehr und mehr die Erkenntnis durchsetzt, dass Multi-Kulti ein Hirngespinst ist und Überfremdung weltweit nachweislich großen Schaden anrichtet, soll uns das weiterhin verordnet werden. Diese Sorte von Politikern bildet sich ein, zu entscheiden, was gut für uns ist. Mit Blick auf den Fragenkatalog für Ausländer sprechen zum Beispiel türkische Interessenverbände von einer "Zwangsgermanisierung". Man muss sich das einmal vorstellen, im Vergleich zu den skandinavischen Ländern sind wir Deutsche nicht einmal in der Lage zu definieren, wie das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in unserem Land nur funktinorieren kann. Unsere so genannten Interessenvertreter sind wie gelähmt von der Angst, unbequeme Wahrheiten zu sagen. Und wir Deutschen sollen derweil eine "Zwangsentgermanisierung" stumm erdulden? Ihrem ständigen populistischen Geschwätz nach mehr Toleranz stelle ich nur die Frage gegenüber: Wer muss hier eigentlich was erdulden? Die Profilisierungssucht vieler deutscher Politiker ist zwischenzeitlich unerträglich geworden. Dafür nehmen sie sogar größten Schaden am Gemeinwohl billigend in Kauf. Erinnern Sie sich eigentlich noch daran, was Demokratie tatsächlich bedeutet?

Werner Carstens

Kirchheim, Holbeinweg