Lokales

Platz bleibt im Plan

Mit der Festlegung von Haushaltsresten befasste sich der Lenninger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Die Vorschläge der Verwaltung wurden bis auf den Punkt Platzgestaltung Rinnenweg akzeptiert.

IRIS HÄFNER

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LENNINGEN Zur Vorbereitung der Jahresrechnung 2004 waren die erforderlichen Haushaltsreste vom Gemeinderat zu bilden. Im Zuständigkeitsbereich des Gemeinderates, zu denen beispielsweise die Feldwegunterhaltung oder Hochwasserschutzmaßnahmen zählen, kam ein Betrag von rund 280 000 Euro zusammen; im Zuständigkeitsbereich der Verwaltung sind es knapp 1,7 Millionen Euro. Bei Letzteren handelt es sich zum Beispiel um Schulbudgets oder die Friedhofhalle in Schopfloch. Zudem kann der Gemeinderat davon lediglich Kenntnis nehmen.

"Mit der Streichung des Punktes Platzgestaltung Einmündung Rinnenweg bin ich nicht einverstanden. Wir sollten dieses Projekt weiterverfolgen", erklärte Karl Boßler während der Beratung. Diese Maßnahme war zunächst wegen des Gewässerentwicklungsplans zurückgestellt worden. Da der Platz jedoch nicht hochwasser-relevant ist, fand er darin keine Berücksichtigung. "Dieser Bereich ist die Eintrittskarte von Lenningen. Wenn wir die Platzgestaltung aus dem Plan rausnehmen, haben wir dafür nie mehr Geld übrig", befürchtete Georg Zwingmann. Dabei handelt es sich um einen Betrag von 120 000 Euro.

"Ich sehe dies anders", sagte dazu Lenningens Bürgermeister Schlecht. Er sah in der Streichung eine Möglichkeit, den Haushalt zu bereinigen. Wenn der Gemeinderat an dieser rein optischen Angelegenheit interessiert sei, müsse er auch Farbe bekennen. "Ich bin der Ansicht, es gibt Wichtigeres", so der Schultes.

Diese Auffassung teilte das Gremium nicht. Georg Zwingmann stellte den Antrag, dass der Platz am Rinnenweg weiterhin Bestandteil des Haushalts bleibt und die Verwaltung für diesen Platz eine Planung erstellt. Einstimmig wurde daraufhin den Haushaltsresten zugestimmt.