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Pognon zu starkfür Unger

Wenig neue Erkenntnisse für Kirchheims Sprinter Tobias Unger und Marc Kochan beim Meeting am späten Donnerstagabend in Straßburg: Unger musste sich über 100 m in 10,39 Sekunden dem Franzosen Ronald Pognon geschlagen geben, Kochan war froh, dass das verletzte Bein hielt.

BERND KÖBLE

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STRASSBURG Gegen Frankreichs Europacupsieger Ronald Pognon war auf der 100-m-Strecke am Donnerstagabend kein Kraut gewachsen. 200-m-Spezialist Tobias Unger musste den Franzosen, der in dieser Saison bereits eine Zeit von 10,06 stehen hat, nach starkem Antritt auf den ersten 30 Metern ziehen lassen. "Über 100 m gegen einen Weltklassemann wie Pognon zu verlieren, ist kein Beinbruch", nahm der Hallen-Europameister seinen zweiten Platz nach dem Rennen gelassen hin. Ebenso seine Zeit von 10,39 Sekunden: "Nachdem wir in der Woche nach Florenz hart trainiert haben, kann sich das sehen lassen." Dass mit ihm auch auf der 100-m-Bahn zu rechnen ist, hat der Kirchheimer vom LAZ Salamander Kornwestheim in dieser Saison bereits bewiesen: Seine 10,11 Sekunden bei den Landesmeisterschaften in Ettlingen waren trotz irregulären Rückenwindes ein deutliches Signal an die Konkurrenz.

Belastungstest bestanden Für Marc Kochan war dies die wichtigste Erkenntniss aus seinen 11,07 Sekunden im 100-m-B-Lauf an diesem Abend. Für den Langzeitverletzten, der seit Mai erneut an einem Muselfaserriss im Oberschenkel laboriert, ging es darum, Wettkampfpraxis vor den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid zu sammeln. "Mir fehlt noch das Laufgefühl, doch ich denke, ich bin besser als die Zeit es ausdrückt." Bis zu den Titelkämpfen am 2. Juli hofft Ungers Teamkollege bis an die 10,60-Marke heranzukommen.