Lokales

Pokalfinale in Kirchheim

Der TSV Schwieberdingen könnte schon in gut drei Wochen den nächsten Auftritt an der Jesinger Allee haben: In der Teckstadt findet nämlich am 24. Mai das WFV-Pokalendspiel 2006 statt.

REIMUND ELBE

Anzeige

KIRCHHEIM Mit dem Regionalligaclub Stuttgarter Kickers steht ein hochkarätiger Finalist bereits fest. Nun ist die Frage, ob die Schwieberdinger mit ihrem Trainer Gianni Covelli in der Lage sind, am 17. Mai den Oberligazweiten SSV Ulm 1846 aus dem Pokalwettbewerb zu katapultieren. Falls nicht, wäre der Knüller perfekt: Stuttgarter Kickers gegen SSV Ulm 1846. Der stellvertretende Geschäftsführer des VfL, Kurt Antel, freut sich jedenfalls über das zu erwartende Fußballfest. "Wir stecken bereits mitten in den Vorbereitungen." Die Ulmer hatten unter anderem mit einem Sieg beim VfL (1:0) den Weg ins Halbfinale geebnet.

Pokalendspiel in Kirchheim: Diese Nachricht passt zu der derzeitigen positiven Grundstimmung unter der Teck. "Wir stecken mitten in der Planung für die neue Saison", unterstreicht der sportliche Leiter, Norbert Krumm, "zum einen wird der ein oder andere Akteur unserer A-Junioren in den Verbandsligakader aufrücken, zum anderen suchen wir natürlich auch nach echten Verstärkungen. Kontakte diesbezüglich gibt es bereits." Ob Mittelfeldspieler Coskun Isci auch im kommenden Jahr beim VfL kickt, ist indess ungewiss. Der zweifache Torschütze des vergangenen Samstags hat erst einmal seinen Vertrag fristgerecht gekündigt Gespräche folgen. Einer, der sein Bleiben schon signalisiert hat, fällt für den Rest der Runde aus: VfL-Schlussmann Patrick Gühring wird am kommenden Freitag am linken Arm operiert. Seit Wochen plagen den Schlussmann dort Schmerzen. Ex-Stammkeeper Norman Volber ist erster Anwärter auf den freien Platz für die noch folgenden vier Partien in dieser Saison. Denkbar allerdings auch, dass Kirchheims Trainer Michael Rentschler "Oldie" Jürgen Rechner noch einmal zum Zug kommen lässt.

Schwieberdingens Trainer Covelli hat da im Torwartbereich ganz andere Sorgen. Vergangenen Samstag verletzte sich mit Selim Kurkunc bereits der vierte (!) Torwart in dieser Runde. Der Schwieberdinger war nach einem unglücklichen Zusammenprall mit dem eigenen Teamkollegen Adam Adamos sowie Kirchheims Mittelfeldakteur Alban Meha mit einer Rippenverletzung liegengeblieben, musste mit einer Trage zunächst vom Platz und dann per Auto ins Kirchheimer Krankenhaus gebracht werden. "Wir haben jetzt nur noch einen gesunden Torwart", so ein niedergeschlagener Gianni Covelli in der Pressekonferenz, "wenn in einer der kommenden Partien wieder etwas passiert, muss wohl ein Feldspieler in den Kasten." In dieser Situation hatte sich im übrigen der sehr schwache Schiedsrichter Frank Dürr seine gravierendste Fehlentscheidungen geleistet. Er annullierte das im Anschluss an den Zusammenprall regelkonform erzielte Tor von Emrah Polat, zeigte Kirchheims Alban Meha sogar Gelb, obwohl alles andere als ein Foul des Kirchheimer Akteurs vorgelegen hatte. Nicht nur in dieser Szene sorgte der Referee für Kopfschütteln auf Kirchheimer wie Schwieberdinger Seite.