Lokales

Pokaltrip in die Türkei als Störfaktor

Die kommende Woche hat es in sich für den Tischtennis-Bundesligisten TTC Frickenhausen. Gleich drei Mal muss der Deutsche Vizemeister an die Platten und trotz zweier Heimspiele tausende Flugkilometer auf sich nehmen. Hinzu kommt, dass die Gegner nicht von Pappe sind.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Grenzau und Düsseldorf kämpfen wie der TTC um die begehrten Play-off-Plätze und im ETTU-Pokal geht es nach Adana, wo die türkische Spitzenmannschaft Masa Tenisi Ihtisas SK beheimatet ist. "Ein knüppelhartes Programm", meint auch Frickenhausens Manager Christoph Reuhl. Innerhalb einer Woche gegen Grenzau und Düsseldorf antreten zu müssen, wäre eigentlich Belastung genug. Nun kommt auch noch der Reisestress beim Trip in die Türkei hinzu. Mit Masa Tenisi Ihtisas SK hat Frickenhausen im ETTU-Pokal eines der Lose erwischt, das zu einem der entlegensten Winkel Europas führt. Die türkische Mannschaft ist in Adana beheimatet, das nahe an der Grenze zum Irak liegt.

Den Auftakt zu dem siebentägigen Kraftakt bildet bereits am Dienstagabend das Spiel gegen Grenzau. Der Mannschaft um Nationalspieler Zoltan Fejer-Konnerth räumt TTC-Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann große Chancen im Kampf um den Titel ein. "Das Spiel gegen Grenzau wird sehr viel schwerer als die Partie gegen Ochsenhausen", sagt der Präsident, dem die Spielstände aus dem Schwabenderby per SMS ins ferne Dubai gesandt wurden, wo er seinen Urlaub verbrachte. "Grenzau steht insgesamt besser als wir", fügt Wohlhaupter-Hermann mit Blick auf die Stärke der einzelnen Positionen hinzu. Lucjan Blasczyk hat sich die drittbeste Einzelbilanz des vorderen Paarkreuzes hinter Timo Boll und Ma Wenge erkämpft und Neuzugang Yuk Cheung hat sich zu einer Stütze am hinteren Paarkreuz entwickelt. Dann ist da eben noch jener Zoltan Fejer-Konnerth, der bei den German Open in Magdeburg einen hervorragenden dritten Platz belegte. "Er ist im Moment psychisch und auch physisch gut drauf", meint der TTC-Präsident respektvoll.

Gefahr wittert er am hinteren Paarkreuz, denn dieser Mannschaftsteil hat entgegen aller Erwartungen gegen Ochsenhausen enttäuscht. Deshalb konnte sich auch niemand so recht über die Punkteteilung freuen. "Wenn man 5:3 führt und dann noch ein Unentschieden hinnehmen muss, kann man nicht zufrieden sein." Vor allem Torben Wosik steht in der Kritik des Präsidenten. "Es hat sich leider wieder einmal gezeigt, dass Torben dann einbricht, wenn man ihn am meisten braucht", findet der Clubchef deutliche Worte.

Am Mittwoch geht es also nach Adana, wo die Mannschaft am Donnerstag auf den türkischen Club trifft. Eine lösbare Aufgabe, glaubt Manager Reuhl, wenngleich eine, die ernst genommen werden muss. Den vorläufigen Abschluss der "Tour de Force" bildet die letzte Partie der Hinrunde: Am darauf folgenden Sonntag kommt Rekordmeister Düsseldorf nach Frickenhausen vielleicht, um sich für die Halbfinal-Schlappe aus dem Vorjahr zu revanchieren. Reuhl vertraut der Stärke seiner Mannschaft: "Wir müssen an unsere guten Leistungen anknüpfen, damit aus unserem tollen Start kein mittelmäßiges Ergebnis wird." Dass der Mannschaft am Ende die Luft ausgehen könnte, glaubt der 37-Jährige kaum. "Unser Team besteht aus Profis, die es gewöhnt sind, solchen Belastungen standzuhalten."

Der Spielplan:

TTC Frickenhausen TTC Zugbrücke Grenzau

(Dienstag, 22. November, 19.30 Uhr, Sporthalle auf dem Berg, Frickenhausen).Masa Tenisi Ihtisas SK TTC Frickenhausen

(Donnerstag, 26. November, 20 Uhr)TTC Frickenhausen Borussia Düsseldorf

(Sonntag, 27. November, 16.30 Uhr, Sporthalle auf dem Berg, Frickenhausen)