Lokales

"Positives Denken gibt Kraft und Energie"

Frauenfrühstück des Turngaus Neckar Teck am Sonntagmorgen dieser Einladung folgten über 200 Frauen aus 20 umliegenden Turnvereinen in die Gutenberger Schlossberghalle.

LENNINGEN Gastgeber und Ausrichter des bereits zum 17. Mal stattfindenden Frauenfrühstücks war dieses Mal der Turnverein Gutenberg. Lenningens Bürgermeister Michael Schlecht, der erste Vorsitzende des Turnvereins Gutenberg, Andreas Schuster, und Pfarrer Helmut Sobko richteten Grußworte an die Damen und zeigten sich beeindruckt von so viel Frauenpower im Saal.

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Bei einigen Teilnehmerinnen knurrte bereits der Magen teils wegen des weiten Anfahrtswegs, teils beim Anblick des leckeren und liebevoll zubereiteten Frühstücksbuffets, als die Einladung zum "Sturm aufs Buffet" durch die Frauenreferentin des Turngaus Neckar Teck, Hanne Mäckle ausgesprochen wurde. Dass Frauen kein Problem haben, zwei Dinge gleichzeitig zu meistern, bewies dieser Morgen einmal mehr, denn trotz regem Gedanken- und Informationsaustausches wurde den Köstlichkeiten des Buffets rege zugesprochen.

Satt und gestärkt freute sich das Publikum nun auf die Referentin Dr. Beate Weingardt, Pfarrerin und Diplompsychologin, mit ihrem Vortrag "Was der Seele gut tut, tut auch dem Körper gut was können wir tun?"

"Das schlägt mir auf den Magen. Da könnte ich aus der Haut fahren. Das hält man ja im Kopf nicht aus." Wer kennt sie nicht, diese und viele andere Redewendungen, die allesamt deutlich machen: Wenn die Seele belastet ist, leidet der Körper mit. "Der Mensch hat schon immer gewusst, dass Körper, Geist und Seele eng zusammengehören", erklärte Beate Weingardt. Diese enge Verbindung erkenne nun auch die Medizin immer mehr. Wie mit dem Körper umgegangen wird, was auf den Körper einwirkt, all das beeinflusse auch die Seele. Die Referentin gab Tipps, die zum Wohlbefinden des Körpers beitragen. So sollte jeder auf genügend Schlaf achten, der sei vor allem für das Gehirn notwendig. "Keine Berührungsängste haben, denn das größte Sinnesorgan des Menschen ist die Haut, die angenehme Berührungen erkennt und an das Gehirn als Wohlbefinden zurückmeldet", meinte die Theologin augenzwinkernd. Licht, Natur, Gerüche, Musik all diese Dinge würden anregend und teilweise stimulierend wirken und hätten somit positive Auswirkungen auf den Körper und helfen dabei, seelische Verspannungen, Kummer, Angst und Stress abzubauen beziehungsweise zu verarbeiten.

"Was der Seele gut tut, tut auch dem Körper gut", lautete das nächste Schlagwort der Referentin. Auf den Punkt gebracht könne gesagt werden: "Entscheidend ist im Leben nicht was wir erleben, sondern was für Gedanken und Gefühle wir dazu haben", erläuterte Beate Weingardt. Sie seien die entscheidenden Kräfte, die auf den Körper wirken. Negatives Denken raube jedem Einzelnen Kraft und Energie und gefährde deshalb die körperliche Verfassung, denn es bedeute seelische Anspannung und somit Stress. "Positives Denken hingegen gibt uns Kraft und Energie", sagte die Psychologin. Zu den positiven Gedanken gehörten unter anderem Dankbarkeit, Humor, Hoffnung, Liebe, denn was einem Freude mache, gebe Kraft.

Mit Redewendungen und Beispielen aus dem Alltag, lebendig, unterhaltsam und lustig erzählt, erläuterte Beate Dr. Weingardt dem interessierten Publikum die enge Verbundenheit von Körper und Geist und rief die Zuhörerinnen dazu auf, sorgfältig und aufmerksam mit beidem umzugehen.

Zum Abschluss der Veranstaltung, bei der der Turnverein Gutenberg viel Lob und Anerkennung für die hervorragende Organisation und Bewirtung erhielt, schloss sich Frauenreferentin Mäckle dem eben gehörten Vortrag sogleich an und forderte das Publikum zum Mitmachen auf. Rhythmische Dehnübungen standen auf dem Programm und rundeten die Veranstaltung ab, denn auch Bewegung, vor allem rhythmische Bewegung, habe positive Auswirkungen auf die Seele.

sr