Lokales

Potsdamer Plätzle

Baustellenführungen, Baustellenmarketing, Baustellenfeste . . . fast könnte man meinen, bei Kirchheims Schweinemarkt handle es sich um den Potsdamer Platz. Mit

IRENE STRIFLER

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Igel und Maulwurf wurden jetzt sogar zwei Sympathieträger ins Leben gerufen, die eifrig für die Großbaustelle werben.

Doch der Rummel um das Riesenloch in Kirchheims Herzen ist gewiss nicht übertrieben. Vielmehr ist es allerhöchste Zeit, alles zu tun, um die Akzeptanz dieser Baumaßnahme zu steigern. Andere Städte haben die Sanierung ihrer guten Stuben schon hinter sich gebracht und mussten gewaltig Federn lassen während der Bauzeit. Aus diesen Erfahrungen gilt es zu lernen und frühzeitig gegenzusteuern.

Seit mehreren Monaten rumoren nun schon die Bagger auf dem Schweinemarkt, seit Wochen leiden Geschäftsleute unter ausbleibender Kundschaft und Autofahrer wie Fußgänger unter der Verkehrsproblematik. Doch das Ende ist noch nicht absehbar. Den Sommer über ist keine nennenswerte Besserung in Sicht, da braucht man sich nichts vorzumachen. Das ist der Preis der Erneuerung.

Events am Baustellenzaun, Aktionen in den Geschäften und Informationen können die bittere Pille immerhin etwas versüßen. Auch dabei handelt es sich um eine Investition in die Zukunft, denn der neue Schweinemarkt darf nicht mit Negativ-Image starten. Dafür ist Kirchheims Potsdamer Plätzle einfach zu wichtig.