Lokales

Präsent mit Makel

Steuern nicht erhöht – Wasser kostet mehr

Das Bissinger Weihnachtspräsent hat einen kleinen Schönheitsfehler. Ab 2011 bezahlen die Bürger der Seegemeinde für einen Liter Wasser 15 Cent mehr. Aber: Grund- und Gewerbesteuer sowie Abwassergebühr werden nicht erhöht.

richard umstadt

Bissingen. Auch im kommenden Jahr wollen Verwaltung und Gemeinderat die Grundsteuer für land- und forstwirtschaftliche Betriebe (A) und die Grundsteuer für Grundstücke (B) unverändert bei einem Hebesatz von 330 Prozent belassen. Für die Gewerbesteuer gilt seit 2005 ein Hebesatz von 360 Prozent. Das soll auch 2011 so bleiben.

„Wir gehen davon aus, dass der Konjunkturmotor wieder läuft und der Aufschwung ohnehin zu Mehreinnahmen führen wird“, begründete Bissingens Bürgermeister Wolfgang Kümmerle die Haltung der Kommune. Zudem sollen die Bissinger Unternehmen nicht in der jetzigen Phase durch Steuererhöhungen zusätzlich belastet werden. Freilich machte der Bürgermeister auch darauf aufmerksam, dass der „warme Regen“, so er denn eintrifft, bei den Gemeinden erst mit einer gewissen Verzögerung Geld in die Kasse spült. Deshalb und aufgrund anderer Maßnahmen unterliegt die Gewerbesteuer starken Schwankungen, so

dass der Kämmerer Mehreinnahmen für 2011 nur schwer kalkulieren kann.

Neben der Gewerbesteuer will die Gemeinde auch die Grundsteuern im Blick behalten. Spätestens bis zum Sommer soll eine Erhöhung überprüft werden. „Wir werden sonst keine Zuweisungen aus dem Ausgleichsstock bekommen,“ meinte Bürgermeister Kümmerle.

Während die Bissinger für ihr Abwasser wie in den Vorjahren 2011 weiterhin 3,30 Euro pro Liter bezahlen sollen, stimmte der Gemeinderat einer Erhöhung des Wasserpreises zu. Ab Januar 2011 wird in der Seegemeinde ein Liter Wasser 2,05 Euro kosten. Ausschlaggebend dafür war eine geringere Abnahmemenge und die Investition für eine vom Gesundheitsamt empfohlene Flockungsanlage.

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