Lokales

Praktische Landschaftspflege demonstriert

Zu einer Informationsveranstaltung über den richtigen Obstbaumschnitt hatte der Kirchheimer Obst- und Gartenbauverein geladen und viele am Thema Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich umfassend beraten zu lassen.

KIRCHHEIM Der Zusammenhang zwischen theoretischem Wissen und deren Umsetzung in die Praxis war dem Vereinsvorsitzenden Roland Rouff besonders wichtig. Deshalb hatte er einen Ganztageskurs organisiert, bei dem am Vormittag die Theorie und am Nachmittag die praktische Umsetzung auf dem Lehrplan stand.

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Die ausgesprochen hohe Teilnehmerzahl bestätigte den Verantwortlichen des Kirchheimer Obst- und Gartenbauvereins, dass tatsächlich großes Interesse an einer solchen grundsätzlichen Einführung in das Theme Obstbaumschnitt besteht.

"Wer beim Zurückschneiden des Fruchtholzes die natürliche Entwicklung beachtet, soll beim ausgewachsenen, fertig erzogenen Baum keine Äste entfernen, die jünger sind als drei Jahre", betonte Albrecht Schüt-zinger, Fachberater für Obst- und Gartenbau beim Landratsamt Esslingen und Leiter des jüngsten vom Obst- und Gartenbauverein angebotenen Schnittkurses. Erst im dritten Jahr könne ein Trieb Früchte bringen.

"Werden zuvor die jungen, einjährigen Triebe zurückgeschnitten, entstehen an gleicher Stelle wieder jeweils ein bis zwei neue Triebe. Die Krone ist damit weder ausgelichtet, noch der Ertrag des Baumes verbessert. Diese Regel ist so ohne Ausnahme anzuwenden", machte Albrecht Schützinger deutlich.

Um die Baumkrone auszulichten, werden zu stark entwickelte Nebenäste am Astansatz weggeschnitten. Diese Maßnahme entlastet die Hauptäste und reduziert die Kronenüberbauung. Erreicht wird damit eine bessere Belichtung der Baumkrone, was wiederum eine bessere Fruchtqualität und eine gute Stabilität das Astgerüstes zur Folge hat. Die Hauptäste sind entlastet und brechen nicht so leicht ab, wie dies vielerorts auf den Baumwiesen zu sehen ist.

Im Rahmen dieses Kurses wurden Bäume nach diesen Grundregeln geschnitten. Nähre Informationen können bei Roland Ruoff unter der Rufnummer 0 70 21 / 4 27 77 abgefragt werden.

pm