Lokales

Preisfrage: Was ist der Auftaktsieg wert?

Thema am Rande des gelungenen VfL-Auftakts war wieder einmal die dünne Personal-Decke beim Verbandsligsiten was tun, sprach Zeus. Guter Rat und weitere Spieler sind (zu) teuer.

KIRCHHEIM Nach dem Schlusspfiff gab es beim VfL Kirchheim fast überall zufriedene Gesichter. "Das war ein Auftakt nach Maß", urteilte Vorstand Winfried Scholz. Was dieses Ergebnis wert ist, werden die nächsten Wochen zeigen. Zum Handicap könnte der für Verbandsliga-Verhältnisse viel zu kleine Kader werden. Im Moment stehen mit Stefan Ziegler, Marko Lovric und Torsten Raspe gleich drei Spieler auf der Verletztenliste. Dazu kommt noch Heiko Eberhardt, der sich auf einer Afrika-Reise befindet. Dennoch sehen die Verletzten zuversichtlich in die Zukunft. Torsten Raspe will, wenn alles nach Plan läuft, schon wieder Ende August ins Geschehen eingreifen. Auch der am Samstag auf der Tribüne sitzende Stefan Ziegler ist optimistisch eingestellt: "Ich werde auf jeden Fall wieder Fußball spielen." Wenn mit dem Muskelaufbau alles glatt läuft, könnte dies unter Umständen schon im Laufe der Rückrunde sein. Gleiches hat auch Neuzugang Marko Lovric, der nach seinem Kreuzbandriss im nächsten Jahr wieder zur Verfügung stehen will, vor.

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Auf Grund dessen standen am Samstag Trainer Michael Rentschler insgesamt nur 14 Feldspieler zur Verfügung. Der VfL Kirchheim bemüht sich weiter, den Kader zu erweitern, aber in der anschließenden Pressekonferenz betonte der Kirchheimer Übungsleiter noch einmal eindringlicht: "Es werden nur Spieler sein, die uns weiter bringen und auch in den finanziellen Rahmen passen." Dazu wollte Trainer Rentschler den Erfolg seiner Mannschaft nicht überbewerten: "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber spielerisch können wir noch mehr." Ins gleiche Horn stieß auch Mannschaftskapitän Mario Grimm: "Heute hat man gesehen, was für ein Potenzial in der Mannschaft steckt, aber ich denke, dass wir es noch besser können."

Gäste-Trainer Harry Brobeil war voll des Lobes für den VfL: "Der Sieg ging auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung." Einen guten Eindruck hinterließ der erst 20-jährige Michael Kutscher, dem keinerlei Nervosität anzumerken war und in Zukunft eine feste Größe im VfL-Mittelfeld werden kann. "Ich lerne in jedem Training dazu", meinte das VfL-Talent und ist stolz darauf, unter den ersten Elf zu stehen.

Etwas enttäuscht dagegen zeigte sich Marcel Klon darüber, dass er nicht von Anfang an mit dabei sein konnte: "Ich hatte mir schon Hoffnungen gemacht." Deshalb freute sich der 22-jährige besonders über seinen Treffer zum entscheidenden 3:0.

Am kommenden Samstag gastiert der VfL Kirchheim beim TSG Balingen ebenfalls eine Mannschaft, die ein heißer Anwärter auf den Oberligaaufstieg ist. Mit der gleichen Einstellung wie am Samstag zum Auftakt, ist den Blauen auch in Balingen durchaus eine Überraschung zuzutrauen.

kdl