Lokales

Preisgekrönter Streifen

Nach ihrer ersten Sitzung in diesem Jahr gingen die Mitglieder der Kirchheimer ai-Gruppe ausgesprochen motiviert auseinander, verteilten sie doch die letzten Aufgaben zu einer außergewöhnlichen Aktion. "Paradise Now" heißt der Spielfilm, der in Zusammenarbeit mit der Firma Frech vom Donnerstag, 2., bis Sonntag, 5. Februar, im Tyroler vorgeführt werden wird.

KIRCHHEIM Außergewöhnlich ist diese Aktion insofern, als das Medium, mit dem amnesty in der Regel zu arbeiten pflegt, das geschriebene Wort ist außergewöhnlich ist sie auch deshalb, weil in diesem Film Menschenrechtsverletzungen nicht vordergründig angeprangert werden und damit nicht, wie in der üblichen Arbeit der Organisation, moralisierend auf Missstände in den heutigen Gesellschaften hingewiesen wird.

Anzeige

Gerade weil diese Thematik von dem palästinensischen Regisseur Hany Abu Assad in eine anrührende Geschichte eingebunden wurde, die dem Zuschauer keine Stellungnahme vorgibt, sondern ihn zur eigenen Auseinandersetzung zwingt, scheint er den Kirchheimer Gruppenmitgliedern geeignet, um dieses Problemfeld zu transportieren. Der Film erzählt von zwei jungen Männern in Nablus, die ausgewählt wurden, Selbstmordattentate zu begehen.

Kirchheimer ai-Mitglieder werden alle Vorstellungen in der Erwartung begleiten, dass der Film den Gesprächsbedarf der Zuschauer weckt. Selbstverständlich werden sie dabei im Rahmen des ai-Grundsatzes diskutieren, der die Selbstmordattentate verurteilt, weil alle vorsätzlichen und systematischen Tötungen von zivilen Personen Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind.

Nach diesem Auftakt wird sich die Kirchheimer ai-Gruppe auch weiterhin auf die Kampagne "Hinsehen und Handeln" konzentrieren, die Menschenrechtsverletzungen an Frauen bekämpft. Bis März wird allerdings die Organisation eines internationalen Frauenfestes im Vordergrund stehen, die von der Kirchheimer ai-Gruppe angeregt wurde.

Mitstreiter und Mitstreiterinnen sind in der Gruppe jederzeit willkommen und können sich bei Dr. Roswitha Alpers unter der Telefonnummer 0 70 21/65 45 informieren.

gw