Lokales

preisträger

Drei erste Preisträger (je 750 Euro Preisgeld):

Die Volunteergruppe NSG Teck, gegründet vor knapp zehn Jahren, will Lust auf Landschaft und Natur wecken und Lobby für den Erhalt der Umwelt sein. Acht bis zehn Mal im Jahr laden die elf ehrenamtlichen Naturschützer zu Exkursionen am Albtrauf und auf der Hochfläche ein. Über 70 Veranstaltun­gen haben sie organisiert, nahezu 4 000 Besucher sahen ihre Präsentation „Der Schwäbische Vulkan“. Seit 2002 bietet die Gruppe auch Führungen für Menschen im Rollstuhl an.

Die Initiative FahrRad und AG Verkehr fordern in Kirchheim nachhaltiges Denken in der Verkehrsplanung. Seit fast zehn Jahren arbeiten Dieter Hutt und Siegfried Hauff mit einem engagierten Team an verkehrsgestalterischen Fragen aktiv mit. Am Anfang stand eine Info-Offensive, 2000 wurde das Papier „Bahnhof Plus“ vorgelegt, die Konzeption „Radwegenetz Plus“ folgte, ein Konzept zur fahrradfreundlichen Markierung wurde entwickelt, 2004 eine Image­kampagne sowie 2006 das Projekt „Einkaufen mit dem Rad“ konzipiert.

Der Vogelschutz- und Naturverein Holzmaden, 1992 gegründet, zählt inzwischen 150 aktive Mitglieder. Der Verein hat eine Bachpatenschaft für vier Kilometer Fließgewässer übernommen, jedes Jahr im Herbst pflanzt er gemeinsam mit Abc-Schützen einen Baum in Streuobstwiesen der Gemeinde, hält ein Waldameisenprojekt am Laufen, pflegt Nistkästen und legt Teiche für Molche und Frösche an.

Zwei zweite Preise (je 500 Euro):

NABU-Kreisvorsitzender Klaus Lang lädt seit Beginn der 90er-Jahre Jugendliche drei Mal im Jahr zu Wochenend-Camps ins Otto-Mörike-Haus unter die Teck ein. Dabei lernen sie nicht nur die Fauna und Flora des Teckbergs sowie das Sybillenloch und den Gelben Felsen kennen, sie hören auch von den heimischen Sagen. Die Informationen im Rahmen des Camps ergänzen Förster, Jäger, Ziegenhalter, Imker und Bauern.

Damit dem Steinkauz weiterhin genügend Lebensraum zur Verfügung steht, wurden Vogelfreund Dieter Schnei­der und sein Team zu Apfelsaftproduzenten. Die engagierten Naturschützer gründeten den Verein „Onser Saft“, dem mittlerweile viele Gütlesbesitzer angehören. Sie belohnt der Verein finanziell, wenn sie auf Spritzmittel und Kunstdünger verzichten. Den Ertrag 2008 schätzt Schneider auf 130 000 Liter Apfelsaft.

Viele dritte Preise (je 350 Euro):

Gerhard Bauer und Heinz Schöttner sind Zählmeister der Dettinger Natur. Sie kennen die 43 650 Obstbäume auf der Gemarkung, wissen, welche Vogelarten dort brüten, wie viele Fledermäuse und Insekten es gibt und wie viele Orchideen auf den Wiesen blühen. Darüber führt Bauer seit 1980 Statistik. Beide warten Nistkästen und bieten Führungen an.

Die Volunteers des Naturschutzzent­rums Schopflocher Alb, Philipp Felten, Herbert Lipp und Dieter Ruoff, kümmern sich um naturkundliche Führungen zu den Gutenberger Höhlen, zum Randecker Maar, zum Lenninger Torfmoor und im Steinbruch Lauster am Naturschutzzentrum und gehen auch in Klassenzimmer.

Die Kirchheimer BUND-Ortsgruppe, 1980 gegründet, setzt sich für den Schutz heimischer Arten ein und befasst sich mit nachhaltiger Stadtentwicklung. Der BUND bezieht Stellung zu Flächennutzungs- und Bebauungsplänen, entwickelt Pflegekonzepte und beteiligt sich an Pflegeaktionen.

Die Vereinsgemeinschaft Weilheimer Vereine befreit gemeinsam mit der Albvereins-Ortsgruppe Weilheim seit 1963 die Limburg von Gestrüpp und Hecken. Die Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins verschafft dem „Roten Wasen“ bereits seit 1996 ökologische Frischluft. Mit ihrem Einsatz verhindern die rund 70 ehrenamtlichen Naturschützer an Limburg und Rotem Wasen, dass seltene Pflanzen untergehen.

Der Waldkindergarten und die Kita „Rasselbande“ schärfen die Sinne ihrer Schützlinge im Umgang mit der Natur. Im Waldkindi wird der Wald zum Abenteuerspielplatz und natürlichen Klassenzimmer. In der „Rasselbande“ gehen die Kinder mit Feuer, Erde, Wasser und Luft kreativ um, beobachten Tiere und lernen Rasenschnitt zu kompostieren und Abfälle zu trennen. rum

Anzeige