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Premiere für Maier im Notzinger Dress

Es ist geschafft - der Ball ruht im Punktspielbetrieb der unteren Amateurligen bis Ende Februar. Erleichterung allerorten, dass nun Winterpause ist, so der einhellige Tenor der Vereine.

WALTER RAU

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KIRCHHEIM In der Bezirksliga musste Notzingens Coach Claus Maier (38) gar noch einmal selbst die Kickstiefel schnüren, da ihm nur neun gesunde Feldspieler zur Verfügung standen. Mit Martin Habram und Philipp Hanke saßen nur zwei gelernte Torspieler auf der Bank. "Mir tun schon jetzt die Knochen weh", so der TSV-Übungsleiter nach seinem ersten 90-minütigen Einsatz (4:1-Sieg beim TKSV Geislingen) seit eineinhalb Jahren. Maier ist "froh, dass die Partie unbeschadet überstanden wurde" und ist mit Rang sechs zum Jahresabschluss nicht unzufrieden, verspricht sich mit komplettem Kader zur Rückrunde aber noch mehr.

Der TSV Jesingen rangiert wie die Eichert-Elf mit zwei Zählern dahinter auf Platz acht ebenfalls im Mittelfeld. Unterm Strich haben sich die Verantwortlichen mehr erhofft.

Der TSG Zell geht mit der Roten Laterne ins neue Jahr, hat aber seit dem Trainerwechsel auf Gaetano Intemperante wieder Hoffnung geschöpft, zuletzt vier Spiele nicht verloren und dabei sechs der bisherigen neun Punkte geholt. Der Rückstand ans rettende Ufer beträgt nur noch zwei Zähler.

Trainerwechsel fruchteten auch in der Kreisliga A. Die SF Dettingen katapultieren sich, seitdem Heiko Blumauer und Detlef Pflüger das Ruder übernommen haben, nicht nur wegen des gestrigen 6:1-Kantersieges gegen Altdorf mittlerweile bis auf Rang acht. Das Trainerduo Blumauer/Pflüger hat im Übrigen seine Zusage bis Saisonende gegeben.

Auch der neue Besen in Weilheim kehrte gut. Axel Maier, Nachfolger des zurückgetretenen Oliver Klingler, weist in zehn Spielen eine sehr gute Bilanz von acht Siegen und zwei Unentschieden auf. Das Gegentor beim letzten 4:1-Erfolg in Neckartenzlingen war gar das erste seit sieben Partien. Mit dieser Serie führte Maier die Weilheimer vom Mittelfeld bis auf Rang zwei.

Darüber thront nur noch Primus SGEH, welche die Liga dominiert wie selten ein Team. Stolze 13 Punkte beträgt der Vorsprung auf den schärfsten Verfolger Weilheim. "Unseren Gegnern geht am Ende immer die Puste aus. Wir sind konditionell und spielerisch einfach super drauf", so SGEH-Pressewart Benjamin Möll voller Stolz nach dem jüngsten 4:3-Erfolg gegen Grafenberg.

Dagegen gab es in Nabern, Oberlenningen und beim abgeschlagenen Schlusslicht TSV Holzmaden keine schöne Bescherung zum Jahresende. Alle Teams befinden sich in der Abstiegszone.

In der Kreisliga B überwintert zwar der TSV Ohmden als Tabellenführer, doch von einem Ruhepolster kann nicht gesprochen werden. Gleich ein Quintett rankt und zankt sich um Rang eins. Ganze zwei Pünktchen trennen den Fünften, TSV Notzingen II, von der Bergwald-Elf. Die Notzinger vermiesten sich die Bescherung selber. Statt die Ausrutscher der Konkurrenz zu nutzen, patzte der TSV ohne Abstellung von Spielern für die "Erste" mit 1:2 bei der Verbandsliga-Reserve des VfL Kirchheim und verpasste so den Sprung auf Rang eins.