Lokales

Pro Krankenhaus spendet Restvermögen

Der geschäftsführende Vorstand des in Auflösung befindlichen Vereins "Pro Krankenhaus Kirchheim unter Teck" hat das Restvermögen des Vereins in Höhe von 1 007 Euro der Arbeitsgemeinschaft Hospiz Kirchheim übergeben. Dieser Betrag stammt aus Beiträgen und Spenden, die die 455 Mitglieder des Vereins einbezahlt haben.

KIRCHHEIM Der Verein wurde im Zuge bürgerschaftlichen Engagements zum Zwecke des Fortbestehens des Krankenhauses Kirchheim als Einrichtung für eine Grund- und Regelversorgung der Bevölkerung im Krankheitsfall gegründet. Es wurde der Versuch unternommen, einen Kreistagsbeschluss durch die Eingabe einer Petition zu Gunsten einer Ausbaulösung zu revidieren. Die Petition wurde bekanntlich abgelehnt. Auch eine Raum- und Flächenplanung mit Einsparung von Investitionskosten bewirkte keine Änderung, wie der geschäftsführende Vorstand bilanziert.

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Eine Fortführung der Vereinsarbeit wurde aus Sicht der Aktiven ad absurdum geführt, als der Gemeinderat der Stadt Kirchheim eine neuerliche Machbarkeitsuntersuchung in Auftrag gab. Das Ergebnis dieser Studie brachte aus Sicht von "Pro Krankenhaus" das endgültige Aus für eine Um- und Ausbaulösung des Kirchheimer Krankenhauses. Der Verein rechnete die Plausibilität der Flächenplanung nach und stellte fest, dass nur 40 Prozent der gesamten verfügbaren Kubatur für die eigentliche Patientenbehandlung vorgesehen war. 60 Prozent betraf Nebennutzen wie innerbetrieblicher Verkehr, Transport, Toiletten, Empfang, Verkaufsstände und so weiter.

Auch nach der Auflösung des Vereins "Pro Krankenhaus Kirchheim" stehen die Akten, die Petitionsschrift, die Dokumentation der Machbarkeitsstudie und die vorgenannte Plausibilitätsuntersuchung den interessierten Bürgern, aber auch den Abgeordneten des Gemeinderats und des Kreisrates zur Verfügung. Die ehemaligen Aktivisten des Vereins werden weiterhin im Sinne einer konstruktiven Kritik die weitere Realisierung der Kreistagsentscheidung im Auge behalten.

pm