Lokales

Probleme mit Blauthermik

Bei der neunten Runde der Segelflug-Bundesliga haben die Piloten der Kirchheimer Fliegergruppe Wolf Hirth den elften Platz belegt. Die damit ergatterten zehn Punkte bedeuten Platz sieben in der Gesamtwertung der 30 teilnehmenden Teams.

KIRCHHEIM Dr. Harald Fritz, Radiologe aus Kirchheim und Eberhard Schott, Betriebsleiter bei der Firma Schempp-Hirth-Flugzeugbau in Kirchheim, flogen gemeinsam mit ihren Segelflugzeugen die Schwäbische Alb entlang Richtung Osten bis ins Altmühltal nach Bayern. Östlich von Eichstätt wendeten sie und flogen wieder zurück auf ihren Start- und Heimatflugplatz, die Hahnweide. Beide Piloten fliegen die motorisierte Version des Erfolgsflugzeuges Ventus 2 mit einer Spannweite von 18 Metern.

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An diesem Tag herrschte Hochdruckwetterlage und die so genannte "Blauthermik" dominierte das Wettergeschehen im süddeutschen Raum. Das bedeutet, dass auf weiten Strecken des Fluges keine Wolken am stahlblauen Himmel zu finden waren, die die Segelflieger sonst so lieben, zeigen ihnen diese doch mögliche Aufwindfelder. "Dafür hatten wir eine unglaubliche Sicht, sozusagen von Pol zu Pol. Die Alpen waren die ganze Zeit zum Greifen nahe", schwärmte Schott, einer der vielen Fluglehrer des Kirchheimer Vereins.

Dazu konnte sich ein weiterer Ingenieur der Flugzeugbaufirma aus Kirchheim zu den beiden in die Wertung der Bundesliga eintragen: Helmut Treiber, Weltmeister der 18-m-Klasse von 1990, der ebenfalls mit einem motorisierten 18-Meter-Segelflugzeug Ventus 2 unterwegs war. Er konnte auf Grund der früher einsetzenden Thermik schon am Vormittag starten und trotz schwierigen Aufwindverhältnissen bis zur Walhalla hinter Regensburg fliegen.

Aber auch er musste wie seine Vereinskameraden während seines Fluges in doppelter Hinsicht schwitzen: neben erneuter Blauthermik hielt kein Wolkenschatten die Sonne ab, die den Piloten kräftig einheizte.

Den drei Piloten gelang es mit ihren Durchschnittsgeschwindigkeiten von 71 bis 77 km/h den elften Platz und damit zehn Punkte in der nun schon neunten Runde der Segelflug-Bundesliga zu erfliegen. Die Fliegergruppe Wolf Hirth ist damit weiterhin von den dreißig bundesweit teilnehmenden Vereinen auf Gesamtplatz sieben.

kh