Lokales

Probleme mit Vermietung

In den großen Personalwohngebäuden des Klinikums Kirchheim-Nürtingen stehen an beiden Orten Wohnungen leer. Dies teilte die Kreisverwaltung auf Anfrage der CDU-Kreistagsfraktion mit.

RICHARD UMSTADT

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KIRCHHEIM Sowohl im Gebäude Charlottenstraße 47 in Kirchheim als auch Auf dem Säer in Nürtingen versuchte die Krankenhausverwaltung im vergangenen Jahr intensiv, leerstehende Wohnungen zu vermieten. Dies war laut Krankenhausdirektor Siegfried Schmid nicht immer einfach, denn die Gebäude wurden als Schwesternwohnheime gebaut. Umlaufende Balkone als Flucht- und Rettungsweg beeinträchtigen beim Kirchheimer Gebäude in der Charlottenstraße die Wohnqualität. In der Praxis bedeutet dies, dass nur abschnittsweise beziehungsweise pro Stockwerk an Männer oder Frauen vermietet werden kann. In der Teckstadt gibt es keine Fachhochschule, die zu einer höheren Wohnungs- oder Zimmernachfrage durch Studenten führen würde.

Durch die zunehmende Unruhe im Gebäude zogen mehrere Mitarbeiter des Krankenhaus aus und suchten sich eine Wohnung in der Stadt.

Die Mieten im Wohnheim wurden bereits im September um drei Prozent angehoben. Mehr für die Wohnungen zu verlangen, lehnte die Personalvertretung ab. Wie der Krankenhausdirektor sagte, sollen Mieterhöhungen auch künftig mit der Personalvertretung abgesprochen werden.

Bei einem Vergleich der Mieten ist jedoch zu berücksichtigen, dass die beiden großen Personalwohngebäude in Kirchheim und Nürtingen beide sind Baujahr 1974 als Wohnheime gebaut wurden. Beide Häuser entsprechen nicht den heutigen Standards bezüglich der Wärme- und Schalldämmung. Deshalb müssen die Mieter bei den Nebenkosten für Heizung etwas tiefer in die Tasche greifen.

Rund 50 Prozent höher ist der Kreisverwaltung zufolge die Miete für Mitarbeiter der höheren Gehaltsgruppen und für Appartements im ehemaligen Schwesternwohnheim, die von zwei Personen bewohnt werden.

Die CDU-Kreistagsfraktion hatte im Rahmen der Haushaltsdebatte um einen Bericht über die Auslastung der Wohnbereiche gebeten und danach gefragt, ob die marktübliche Miete berechnet werde. Diesen Bericht gab die Kreisverwaltung in der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses Krankenhaus.