Lokales

Puschel will die Nummer eins sein

Bereits zum zweiten Mal ist der fünfjährige Puschel nun schon beim Tierschutzverein Kirchheim gelandet. Jetzt sucht der verschmuste, selbstbewusste Perserkater ein neues, endgültiges Zuhause, das er nicht mit einer anderen Katze teilen muss.

KIRCHHEIM Der fünfjährige Perserkater Puschel wurde vor über einem Jahr von Spaziergängern im Wellinger Wald entdeckt und ließ sich sehr bereitwillig von den Mitarbeitern des Tierschutzvereins einfangen. Den Tierschützern stockte bei seinem Anblick jedoch der Atem: Puschel war abgemagert, erkältet und mit seinem verklumpten Fell kaum als Katze zu erkennen. Der Tierarzt konnte Puschel nur durch eine komplette Rasur von dem quälenden Fell befreien.

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Umso erstaunter waren die Mitarbeiter des Tierheims, als Puschel sich als ein selbstbewusster, verschmuster Kater entpuppte, den alle sofort in ihr Herz schlossen. Dass Puschel keine Zähne mehr hat, hielt ihn nicht davon ab, herzhaft zuzulangen, wenn Fütterungszeit war, und so war das Gewicht bald wieder hergestellt.

Trotz des erst wenig nachgewachsenen Fells fand Puschel durch seine liebe Art schnell ein schönes Zuhause, das ihm gut gefiel: Er bekam Streicheleinheiten von der ganzen Familie, hatte Freigang und war der frechste Kater im Flecken. Die schöne Zeit war für Puschel mit der Ankunft einer zweiten Katze allerdings schlagartig vorbei. Puschel konnte sich nicht daran gewöhnen, seine Menschen zu teilen, und so fassten die Besitzer nach einem Jahr den Entschluss, Puschel an den Tierschutzverein zurückzugeben.

Im Tierheim fühlt sich Puschel nun sichtlich unwohl. Er wartet auf nette Zweibeiner, die ihm ein neues, endgültiges Zuhause geben, in dem er die Nummer eins ist und bleibt. Puschel braucht viel Ansprache und Zuwendung und ist deshalb für Menschen, die selten zu Hause sind, nicht geeignet. Regelmäßige Fellpflege ist bei ihm unerlässlich, und er soll auf jeden Fall wieder Freigang genießen. Wer Interesse an Puschel hat, kann sich unter der Telefonnummer 01 72/7 15 66 87 an Edelgard Neshyba wenden.

Die vier im Dezember 2005 vorgestellten Findelbabys konnten durch die Spenden von zahlreichen Tierfreunden gut versorgt werden. Vivi, Kira, Moritz und Felix durften noch im alten Jahr zu ihren neuen Besitzern umziehen.

pm