Lokales

Quer durch die Region nach Afrika

Alle Wege der CMT-Besucher führen über den Messe-Stand der „Regio Stuttgart“

Mobilität kennzeichnet die Deutschen als Reiseweltmeister. Mobilität ist auch ein wichtiges Thema auf der Tourismusmesse CMT, Mobilität hat zudem speziell in der Region Stuttgart große Bedeutung. Sinnbildlich dafür schmücken die Landeshauptstadt und die große Kreisstadt Kirchheim den Stand der „Regio Stuttgart“ mit einem Original Benz Patentmotorenwagen und einer „Minimoa“ aus Kirchheimer Segelflugzeugherstellung.

irene strifler

Kirchheim / Stuttgart. Am Samstag öffnet die CMT (Internationale Ausstellung für Caravan, Motor und Touristik) auf der Landesmesse am Flughafen ihre Pforten. Den Stand der Region Stuttgart kann dort keiner übersehen: Mit knapp 500 Quadratmetern ist er größer denn je. Zudem wird jedem Besucher schon beim Betreten von Halle 6 das historische Segelflugzeug „Minimoa“ ins Auge fallen. Das bejahrte Schmuckstück schwebt hoch über dem Regio-Stand, dem auch die Stadt Kirchheim angegliedert ist. Aus luftiger Höhe wirbt es nicht nur für Tüftlergeist und Mobilität im Allgemeinen, sondern ganz speziell für das Oldtimer-Fliegertreffen im September auf der Kirchheimer Hahnweide.

Über 200 000 Besucher werden auf der CMT erwartet. – So gut wie alle kommen unweigerlich am Stand der Stuttgart-Regio vorbei. Das liegt nicht nur an dessen Lage und Größe, sondern auch am Messekonzept, das nach wie vor auf eine bunte Mischung von Angeboten und Regionen setzt: „Selbst wer Afrika sucht, stößt auf die Region Stuttgart“, frohlockt Touristikdirektor Klaus Lindemann. Für ihn und seine Mitarbeiter ist Europas größte Touristikmesse ein wichtiger Gradmesser, um die neuen Angebote einschätzen zu können: „Das direkte Gespräch ist sehr aufschlussreich.“ Acht Mitarbeiter der „Regio Stuttgart Marketing und Tourismus“ sind täglich vor Ort. Rund um den „Marktplatz“ haben sich etliche Anbieter aus der Region angesiedelt, darunter auch Kirchheim, der Kreis, das Freilichtmuseum Beuren oder auch der Ort Beuren.

Die Gäste erhalten auf der CMT nicht nur viele Informationen, sondern auch eine Reihe druckfrischer Kataloge und Flyer. Doch der Service umfasst noch mehr: Messebesucher können sich nicht nur Appetit auf Veranstaltungen holen, sondern diese auch am Counter direkt buchen. Außerdem wird erstmals die neue „Stuttcard“ präsentiert, eine Art Scheckkarte, die 74 Gutscheine beinhaltet und das alte, durch die ­Regio-Card vertraute System ersetzt. Damit will die Landeshauptstadt an vergleichbare Karten großer Städte anknüpfen und das überholte Gutschein-Gefitzel hinter sich lassen. Tatsächlich präsentiert die Stuttcard, die drei Tage gültig ist, dem Kurzurlauber ein tolles Angebot zum ausgesprochen günstigen Preis. Durch eine günstige Zuzahlung sind auch alle Fahrten mit dem Verkehrsverbund Stuttgart eingeschlossen. Kleiner Wermutstropfen fürs Umland: Etliche aus der Regio-Card bekannte Angebote sind jetzt unter den Tisch gefallen. Hauptzielgruppe der neuen Stuttcard sind nämlich klar Kurzurlauber, die auf dem Flughafen ankommen.

Wer darüber hinaus die Region erkunden will, wird auf eine Reihe anderer Druckprodukte verwiesen. So finden sich beispielsweise im Erlebnisreisen-Prospekt „Stuttgart und die Region“ ein Kuschelwochenende oder ein Abschaltwochenende und anderes mehr in Kirchheim.

Weiteren Aufschluss kann das Gespräch mit den Touristikern auf der Messe geben. Wie gewohnt, sind auch am Kirchheim-Stand unter dem Dach der Region stets kundige Ansprechpartner präsent. Erfahrungsgemäß sind es überwiegend Gäste aus dem Nahbereich, die sich für Tipps begeistern können und im Rahmen von Tagesausflügen die Umgebung erkunden wollen. „Stuttgart ist eine der attraktivsten Regionen in Europa“, schwärmt Lindemann. Zudem präsentiere sich in überzeugender Nähe zur Großstadt alles, was derzeit en vogue sei, von Wandern über Wein bis Wellness.

Vor diesem Hintergrund ist dem Tourismusdirektor, der schon auf eine Reihe von Krisensituationen zurückblicken kann, auch in Zeiten der Finanzkrise um die 55 000 Hotelbetten in der Region nicht allzu bang. „Diese Region besticht dadurch, kontinuierlich gewachsen zu sein“, erläutert er, dass hier nie weit über den Bedarf hinausgeschossen worden sei. Vermeintliche Engpässe könnten sich somit als Segen erweisen, sollten die Gästezahlen zurückgehen. Das ist allerdings bislang nicht der Fall, wie Lindemann betont. In einigen Gebieten hält er ein weiteres Hotel sogar für unbedingt erforderlich, beispielsweise in Beuren: „Hier vergibt man einen Markt“, betont er unter Verweis auf die zahlreichen Badegäste.

Die CMT auf dem Messegelände am Flughafen ist von 17. bis 25. Januar täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Montag sogar bis 20 Uhr. Von Kirchheim fährt wie im vergangenen Jahr der OVK-Messebus. Abfahrten an der Haltestelle Schlachthausstraße sind täglich um 9.25 und um 10.25 Uhr. Zusätzlich startet der Bus an den Wochenenden und am Freitag um 13.25 und um 14.25 Uhr, am „langen“ Montag um 13.55 Uhr. Fünf Minuten später ist Abfahrt am Steig 10 des Omnibusbahnhofes. Die Fahrt dauert eine halbe Stunde. Rückfahrt ab dem Messe-Eingang West ist täglich um 15 und 17 Uhr, darüber hinaus an den Wochenenden um 14, 16 und 18 Uhr sowie am Montag um 20 Uhr.

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