Lokales

Rabe sammelt Geräusche

KIRCHHEIM Im Gewölbekeller des club bastion begrüßte ein fröhlich tanzender Rabe viele erwartungsvolle Kinder und ihre Eltern.

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USCHI NEROLADAKIS

Seine bemerkenswert großen Ohren deuteten auf seine große Vorliebe hin: Rabe Theobald liebt alles auf der Welt, was Geräusche macht und er will Geräusche sammeln, bis er alle Töne der Welt beisammen hat.

Sandra Jankowski vom Theater Sturmvogel erzählte und spielte zusammen mit den Kindern die Geschichte des Raben Theobald, der gern Quatsch macht, deshalb Ärger mit der Kindergartentante bekam und zu Hausarrest verdonnert wurde. Um der Langeweile zu entkommen, veranstaltete er ein tolles "Küchen-Ramba-Zamba" mit scheppernden Tellern, klingelnden Bechern und rasselnden Kannen, das seinen Rabenpapa allerdings nicht so sehr begeisterte wie das nunmehr doch ziemlich muntere Publikum und er seinen Sohn in ein Rabenheim schicken wollte.

Der Vorschlag der Kinder, doch einfach ganz lieb zu sein, erschien Theobald eher unzumutbar, die Idee ins Ausland zu fliehen oder sich zu verstecken, nahm er jedoch gerne auf. Mit seinem Flugboard entschwand er bis zu den Wolken, geriet in ein Gewitter und stürzte ab doch zu seinem Glück geradewegs in sein Traumland der Geräusche. Dort konnten Kinder sich telefonisch Geräusche wünschen, nur das Meeresgeräusch hatte Onkel Fuzzi leider verschlampert. Doch dank der Mithilfe der Kinder konnte der Wunsch des kleinen Moritz, der sich ausgerechnet Meeresgeräusche zum Einschlafen gewünscht hatte, doch noch erfüllt werden.

Theobald zeigte sich so begeistert darüber, dass er jedes Kind einzeln abknutschen wollte, auch wenn das nicht bei jedem auf Gegenliebe stieß. Fuzzis Mitbewohner Fürchterlix, ein ziemlich großer grüner Drache, wurde aufgeweckt und auch er liebte "Ramba-Zamba"-Aktionen. Endlich konnte sich auch Theobald sein Lieblingsgeräusch wünschen: dem Urwald galt seine große Liebe.

Etliche zuschauende Kinder waren neugierig und mutig genug, um sich auf der Bühne zu versammeln und mit Hilfe verschiedenster Instrumente Wind- und Regengeräusche zu erzeugen, Frösche und Vögel erschallen zu lassen und dazu durfte dann auch das Meeresrauschen, das sich plötzlich wieder eingefunden hatte, nicht fehlen. Dazu trommelten noch etliche Indianer, Theobald war unendlich begeistert und hatte alle Kinder "voll lieb". Er zog sogar in Erwägung, für immer im Urwald zu bleiben, doch sein Rabenpapa konnte ihn mit der Aussicht auf Spagetti mit Ketchup und Würstchen wieder nach Hause locken.

Nach dem gelungenen Happy-End wollten viele Kinder auf der Bühne noch weiter die faszinierenden Instrumente ausprobieren und die Schauspielerin Sandra Jankowski hatte alle Hände voll zu tun und jede Menge neugieriger Fragen zu beantworten.