Lokales

Räuberleiter statt Hütte

Neues Gerät für Spielplatz im Meisenweg

Die Kinder in Notzingen dürfen sich freuen: Statt des in die Jahre gekommenen Häuschens, gibt es auf dem Spielplatz Meisenweg künftig einen ­Klettertrichter.

Notzingen. Kaum waren Mitglieder des Ausschusses für Technik und Umwelt (ATU) des Notzinger Gemeinderats auf dem Spielplatz Meisenweg, um sich über eine mögliche Verschönerung Gedanken zu machen, flatterte zufällig ein paar Tage später ein Schreiben in den Briefkasten des Rathauses. „Wir, die Kinder aus Notzingen, würden uns wünschen, dass auf dem Spielplatz im Meisenweg ein Klettergerüst gebaut wird, anstatt dem Häuschen, das da steht. Da der Spielplatz langweilige Geräte hat, macht es uns nicht mehr so viel Spaß wie früher“, war da zu lesen. Mit freundlichen Grüßen un­terschrieb gleich ein knappes Dutzend Kinder.

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„Die Kinder haben Recht, der Spielplatz ist nicht mehr up to date“, sagte Herbert Hiller. Nachdem sämtliche andere Spielplätze auf Vordermann gebracht wurden, appellierte er, dem Wunsch des Nachwuchses nachzukommen. Günter Barz war als ATU-Mitglied vor Ort und der Meinung, dass die kleine Hütte dort noch ein Weilchen stehen bleiben könnte. „Aber wenn so viele Kinder sich das wünschen, können wir sie erhören“, erklärte er und erinnerte an den dadurch notwendig werdenden Fallschutz. Die „alte Hütte“ wegreißen will auch Georg Frank. „Es macht richtig Spaß, zu sehen, wie der Spielplatz an der Sporthalle genutzt wird. Man sieht dort auch Eltern, die Kaffee trinken“, freut er sich. Das Häuschen mit seinen zwei schrägen, steilen Bretterwänden erinnerte Hans Prell gar an einen Hundeübungsplatz. „Da müssen wir was machen“, stand für ihn fest. Dass der Spielplatz genutzt wird, bestätigte Helga Merz: „Das Wohngebiet befindet sich gerade im Umbruch. Es gibt immer mehr Familien mit kleinen Kindern.“

So einigte sich das Gremium schnell auf einen Klettertrichter. Bei diesem Gerät führen Räuber- und Sprossenleiter sowie eine Kletterwand mit Griffen zu einer kleinen Aussichtsplattform mit Bogenbrüstung. Die Kosten dafür belaufen sich auf knapp 3 000 Euro und werden durch den Nachtragshaushalt finanziert. „Dann gibt es ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für die Kinder“, erklärte Bürgermeister Sven Haumacher.