Lokales

Rathaus hat länger offen

Die Rathäuser in Lenningen haben im kommenden Jahr neue Öffnungszeiten. Hauptamtsleiter Günther Kern ist davon überzeugt, dass die Neuregelung allen Vorteile bringt. Die Bürgerservicestelle ist dann 32 Stunden in der Woche besetzt.

IRIS HÄFNER

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LENNINGEN "Wir suchen schon lange nach Lösungen", sagte Hauptamtsleiter Günther Kern. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte er den neuen Plan vor. So ist das Rathaus in Oberlenningen montags von 7 bis 18 Uhr und donnerstags von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Zudem stehen die Pforten dienstags, mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr offen. "Die 32 Stunden sind ein ausgezeichneter Wert. Die Stadt Kirchheim kommt beispielsweise nur auf 30 Stunden", so der Hauptamtsleiter. Bislang waren es in Oberlenningen nur 23 Stunden. Mehrkosten entstehen der Gemeinde dadurch keine.

Möglich wurde diese Lösung auch dank den Ortschaftsverwaltungen in Schopfloch und Gutenberg. Die Mitarbeiterinnen werden in Oberlenningen aushelfen. Deshalb ändern sich die Öffnungszeiten in den beiden Rathäusern. Künftig können die Bürger montags nur nachmittags von 15 bis 18 Uhr die Dienste in Anspruch nehmen sowie dienstags bis freitags von 9 bis 12 Uhr. Dieser Regelung stimmten auch die Ortschaftsräte zu.

"Wenn man keinen Ausweis mehr vor Ort abholen kann, können wir die Rathäuser gleich abschaffen", erklärte Bürgermeister Michael Schlecht, der sich ohne Wenn und Aber zu den Ortschaftsverwaltungen bekennt. Er geht davon aus, dass die neue Zusammenarbeit der Mitarbeiter für mehr Integration sorgt und alle voneinander lernen können.

"Ich finde das richtig gut", urteilte Inge Kodera über die neuen Öffnungszeiten. Wolfgang Tröscher ist richtig froh, dass eine Regelung gefunden wurde, die die Ortschaftsverwaltungen nicht schwächt. Karl Sigel findet die neuen Zeiten ebenfalls gut, würde sich aber darüber freuen, wenn sich eine Stunde rausholen lassen würde, um am typischen Dienstleistungs-Donnertag bis 18 Uhr öffnen zu können. Dass morgens um 7 Uhr schon viele Leute den Bürgerservice in Anspruch nehmen, bezweifelt er. "Nach einem halben Jahr könnte man die Zeiten überprüfen", schlug er deshalb vor.

"Jetzt haben wir ein Optimum erreicht und es folgt die Erprobungsphase", erklärte daraufhin Günther Kern. Sollten sich klare Schwerpunkte oder Nachfragen herauskristallisieren, werde reagiert.