Lokales

Rathaus und Kirchturm im Licht

Gemeinderat diskutiert über ein Beleuchtungskonzept

Zusammen mit der Neugestaltung des Rathausvorplatzes wurde im Schlierbacher Gemeinderat bei den vielen Diskussionen über die Planung auch die Frage nach einem Beleuchtungskonzept gestreift.

Volkmar Schreier

Schlierbach. In der jüngsten Gemein­deratssitzung kam dieses Thema nochmals zur Sprache, denn nun liegen erste Pläne vor. Schnell zeigte sich in der Diskussion, dass eine überbordende Ausleuchtung des Platzes auf wenig Gegenliebe im Rats­rund stieß.

Das Konzept sieht vor, das Rathaus, den verbliebenen Baum auf diesem Platz, die Mauer zur Hauptstraße hin sowie den neuen Treppenabgang extra auszuleuchten. Dies soll über im Boden eingelassene Strahler geschehen. Insgesamt würde dies rund 12 000 Euro Kosten.

Der Vorschlag, den Treppenabgang mittels sogenannter Bodenorientierungsfliesen besonders auszuleuchten, fand im Gemeinderat große Zustimmung. Strittig erschienen quer durch alle Fraktionen und die Verwaltung allerdings die übrigen Vorschläge. Bürgermeister Schmid: „Ob man den Baum jetzt anstrahlt, ist eine andere Frage“. Auch für Kurt Moll von der CDU kommt dieser Punkt nicht in Betracht: „Davon halte ich nichts“. Überhaupt werde immer von Energieeffizienz geredet, deshalb halte er die Anstrahlung insgesamt für unangebracht.

Auch Willi Reich von den Freien Wählern versah das vorgestellte Konzept mit einem dicken Fragezeichen. „Ist es sinnvoll, das Rathaus auszuleuchten“?, frage er und stimmte seinem Ratskollegen Moll beim Thema Energiesparen voll zu. Horst Gasper (CDU) wollte hingegen den Vorschlag der Rathausbeleuchtung nicht einfach so beerdigen. „Man sollte sich wenigstens Gedanken darüber machen, ob da nicht zwei Strahler reichen“, meinte er und regte an, einfach einmal ein paar Strahler provisorisch aufzubau­en, um sich dann im Rahmen einer „Abendbesichtigung“ ein genaueres Bild über den Effekt machen zu können.

Er könne sich auch vorstellen, dass ein angestrahltes Rathaus gemeinsam mit einem angestrahlten Kirchturm, toll aussehe. Ein Vorschlag, der auch bei Jörn Feldsieper (FUW) und Marco Emmert (CDU) auf Interesse stieß. Nicht abgeneigt zeigte sich auch Bürgermeister Schmid und versprach, die Anregungen von Horst Gasper aufzugreifen und sowohl mit der Kirchengemeinde in Kontakt zu treten als auch, sich um eine Probeinstallation einiger Scheinwerfer zu kümmern.

So beschloss der Gemeinderat, die Treppenbeleuchtung umzusetzen, die Anstrahlung von Baum und Mauer nicht weiterzuverfolgen und eine Anstrahlung von Rathaus und Kirchturm zunächst einmal näher überprüfen zu lassen.

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