Lokales

Rathaustür streikt bei Hitze

Notzinger Gemeinderat stimmt Neugestaltung des Eingangsbereichs zu

Je heißer die Tage, desto ruhiger wird es im Notzinger Rathaus. Das liegt in diesem Fall nicht ausschließlich an den hitzegeplagten Menschen, sondern vor allem an der ­wetterfühligen Eingangstür: sie streikt.

Der Haupteingang des Notzinger Rathauses wird neu gestaltet. Foto: Deniz Calagan
Der Haupteingang des Notzinger Rathauses wird neu gestaltet. Foto: Deniz Calagan

Notzingen. „Die Eingangstür ist prinzipiell schwer zu öffnen – und wenn die Sonne drauf scheint manchmal gar nicht“, erklärte Bürgermeister Sven Haumacher in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats und erntete damit den einen oder anderen Lacher. Alle waren sich einig: Das ist kein haltbarer Zustand. Im Winter tritt beim Eingangselement der gegenteilige Effekt ein. Viel heiße Luft wird umsonst produziert, sie entweicht durch die Fugen nach außen. „Deshalb ist auch aus energetischer Sicht der Türenbereich verbesserungsfähig“, machte Sven Haumacher deutlich.

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Aus diesem Grund fiel die Entscheidung leicht, ein Architekturbüro einzuschalten. Ihre ersten Ideen und Entwürfe haben die Architekten Bertram Kiltz und Norbert Kazmaier dem Ausschuss für Technik und Umwelt bereits präsentiert. Die Überlegung von Verwaltung und Planern: nicht nur den Eingangsbereich neu gestalten, sondern auch innerbetrieblich eine Umstrukturierung vornehmen. „Im Erdgeschoss unten rechts soll eine Art Bürgerbüro entstehen. Diesen Bereich wollen wir modernisieren. Angedacht ist, dort beispielsweise einen Tresen zu installieren“, so Sven Haumacher.

In diesem Teil des Rathauses im Erdgeschoss soll ferner ein Bürobereich für die Rathausangestellten entstehen, die unter anderem auch für das Einwohnermeldeamt und das Standesamt zuständig sind. „Ziel des Geschäftsverteilungsplans im Rathaus sind gegenseitige Vertretungsregelungen und damit einhergehend eine sinnvolle Büroaufteilung“, führte der Schultes weiter aus. Weil die Mitarbeiterinnen im Kassenbereich wenig Publikumsverkehr haben, sollen sie in den ersten Stock ziehen, das Standesamtszimmer im Gegenzug ins leicht erreichbare Erdgeschoss.

Dieser erste, grobe Entwurf fand die ungeteilte Zustimmung des Gemeinderats, Diskussionsbedarf herrschte keiner. Auch war sich das Gremium einig, dass die Verwaltung den Architektenvertrag mit Bertram Kiltz und Norbert Kazmaier unterzeichnet. Der Vertrag sieht den Mittelsatz der Honorarzone 4 vor, wie sie laut Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) bei Rathäusern üblich ist. Als Umbauzuschlag werden 30 Prozent verlangt.