Lokales

Raunersporthalle: "Bessere Lösung vertan?"

Bezugnehmend auf die Entscheidung des Gemeinderates zum Standort der Raunersporthalle bleibt für die Fraktion der Freien Wähler ein entscheidender Punkt offen. In einer Pressemitteilung legen sie daher ihren Standpunkt noch einmal dar.

KIRCHHEIM Für die Freien Wähler hat es den Anschein, als ob eine bessere Lösung am Standort B 297 durch eine Genehmigung zur Grenzbebauung durch den angrenzenden Gewerbebetrieb möglich gewesen wäre, aber diese nicht intensiv genug verhandelt wurde. Durch die Grenzbebauung hätte die für die Schule deutlich weniger werthaltige Fläche an der B 297 genutzt werden können, zudem lag vom Straßenbaulastträger die Genehmigung vor, bis auf 15 Meter statt der sonst üblichen 20 Meter an die B 297 heranzurücken, was eine deutlich bessere Nutzung der Fläche möglich gemacht hätte.

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Es wäre damit auch gewährleistet gewesen, dass die Schwächen der bisherigen Planung an der B 297 beinahe vollkommen ausgeräumt gewesen wären, teilen die Freien Wähler weiter mit. Dadurch, dass die Halle dann im rechten Winkel zum bestehenden Grundschulgebäude hätte gestellt werden können, wären städtebauliche Bedenken ausgeräumt gewesen und der Charakter einer sogenannten "Gartenschule" wäre voll erhalten geblieben.

Bei einem Abstand von knapp 13 Metern zum Grundschulgebäude hätten auch bautechnische Bedenken durch die Erdbauarbeiten keine Rolle mehr gespielt. Dem Argument, die optimale Erreichbarkeit der Außensportflächen zu gewährleisten, wäre bei nur circa 60 Meter auseinanderliegenden Halleneingängen der Varianten "Teckkeller" und "B 297" ebenso Rechnung getragen. Auch in Sachen Lärmschutz und Erreichbarkeit der Halle von den Parkflächen in der Limburgstraße aus, hätte die Variante an der B 297 nach Ansicht der Freien Wähler deutlich die Nase vorn.

Zum Kostenfaktor teilt die Gemeinderatsfraktioon Folgendes mit: Bei einer Bebauung an der B 297, mit der Möglichkeit der Grenzbebauung, hätte die Halle lange nicht so kompliziert über Eck an das bestehende Grundschulgebäude angeschlossen werden müssen wie in der vorgelegten Planung. Die Kosten wären hier wohl auch etwas höher gelegen als am Standort Teckkeller, aber lange nicht in der genannten Größenordnung. "Da uns solch eine Variante in der entscheidenden Sitzung nicht vorlag, hat sich die Mehrheit des Gemeinderats für den Teckkellerstandort entschieden", sagt Stadtrat Ulrich Kübler.

Diese Variante sei nun zur Baureife durchgeplant worden, was nochmals mit 130 000 zu Buche schlage. Diese Kosten wären bei einer Umplanung größtenteils verloren gewesen, was auch die Diskussion innerhalb der Fraktion der Freien Wähler nicht erleichterte. Trotzdem betont Ulrich Kübler: "Wir sind der Meinung, dass hier die Chance auf einen deutlich geeigneteren Standort innerhalb des Schulgeländes vergeben wurde, weil diese mögliche Variante nicht intensiv genug verfolgt wurde."

In der einmal kurz angedachten Wohnbebauung des Schulgeländes am Teckkeller, sehen die Vertreter der Freien Wähler "wohl das Gespenst in den Hinterköpfen einiger Kolleginnen und Kollegen". Eine Gemeinderatsmehrheit dafür wäre aus Sicht der Fraktion aber "weit und breit nicht abzusehen gewesen".

pm