Lokales

Region Stuttgart - Modell mit Zukunft?

"Ist die Region Stuttgart wirklich ein Modell für die Zukunft?", fragte die Kreisvorsitzende der CDU-Frauenunion, Ingeburg Genswürger, anlässlich einer Info-Veranstaltung Regionalrat Peter Alderath. Alderath, dem die Region spürbar am Herzen liegt, stellte den Verband der Region Stuttgart vor.

KREIS ESSLINGEN Dieser Verband sei die politische Ebene der Region in Form einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Er habe die Aufgabe, die Region lebenswert, wirtschaftlich leistungsstark und ökologisch intakt zu erhalten. Nicht die Summe der Interessen von 179 Städten und Gemeinden seien die Grundlage für eine gute Regionalpolitik, sondern das Wohl der hier lebenden Menschen stehe im Vordergrund. Der Verband Region Stuttgart, so Alderath, sei eines der dicht besiedelsten Gebiete Deutschlands. Jeder vierte Baden-Württemberger lebe in dieser ausgesprochen vielfältigen Region. Weltbekannte Firmen, aber auch eine attraktive Kulturszene seien hier angesiedelt.

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Auf einer Fläche von 10 Prozent des Landes lebten 25 Prozent der 10,4 Millionen Einwohner, und 30 Prozent der Wirtschaftskraft des Landes werde in der Region erwirtschaftet. Aus diesen Zahlen könne man sehen, dass der Verband Region Stuttgart nicht nur geografisch gesehen mit Fug und Recht als das Herz Baden-Württembergs bezeichnet werde. Ausschlaggebend für die wirtschaftliche Stärke der Region sei besonders der Mittelstand. Darauf müsse die Regionalplanung, aber auch die Flächenplanung der Städte und Gemeinden Rücksicht nehmen und verstärkt Flächen für produzierende Gewerbe ausweisen.

Anhand von Folien erklärt Alderath seinen Zuhörerinnen den Sinn von Landesentwicklungsachsen und Regionalachsen. Um den Landschaftsverbrauch in Grenzen zu halten, werde nur an diesen Achsen künftig eine Entwicklung angestrebt, die über den Eigenbedarf der Städte hinaus gehe. Neben den Pflichtaufgaben stelle sich der Verband auch freiwillige Aufgaben. Durch die Entscheidung der Regionalversammlung im Jahr 2001, einen Teil der Kosten für das Projekt Stuttgart 21 zu übernehmen, hoffe man die Anbindung der Region an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz zu erreichen. Sollte die Entscheidung im Oktober für Stuttgart 21 fallen, sei dies ein Faktor von unschätzbarem Wert für den Standortwettbewerb.

Neben direkten Beteiligungen der Region gäbe es auch sogenannte indirekte Beteiligungen. Damit würden bedeutende regionale Initiativen unterstützt. Eine wolle er den Zuhörerinnen besonders ans Herz legen, das sei der gemeinnützige Verein "FrauenRatschlag Region Stuttgart", der 1997 zur Förderung der Frauenbelange in der Region gegründet worden sei. Ziel des "FrauenRatschlags" sei es, die spezifischen Belange und Gestaltungsinteressen von Frauen - mit Blick auf die Region zusammenzutragen, zu bündeln und zur Geltung zu bringen. In diesem offenen Forum könne auch die Frauenunion Stellung beziehen und mitarbeiten. Alderaths persönliche Antwort auf die Frage "Brauchen wir die Region?" sei klar und deutlich "Ja!". Der Verband sei der Schlüssel auf dem Weg zu einer liebens- und lebenswerten Region Stuttgart.

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