Lokales

Reifenschaden beendet Aufholjagd

MAGDEBURG Der Nürtinger Wolf Henzler vom Araxa Racing Team reiste punktgleich mit Werksfahrer Mike Rockenfeller in den Motopark von Oschersleben. Das Ziel hätte er um ein Haar nur zu Fuß erreicht. Nachdem er in der Schlussrunde einen Reifenschaden erlitt, fiel Henzler vom zweiten Platz noch auf den 14. Rang zurück.

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Bei den verschiedenen Trainingsläufen zuvor konnten Wolf Henzler und das Araxa Racing Team keine optimale Fahrwerkseinstellung finden. Obgleich Teamkollege Jörg Hardt sich den zweiten Startplatz erkämpfte, landete Henzler dieses Mal nur auf Startplatz fünf: "Das war nicht optimal", meinte er nach den Trainingsläufen. "Mein Auto übersteuerte in den langsamen Kurven. Jörg lag mit seinem Setup richtig, ich habe mich für ein anderes entschieden." Angesichts dieses Startplatzes übte sich Henzler vor dem Rennen in Zweckoptimismus: "Es könnte noch klappen von den Punkten her gesehen. Nur wenn einer von uns beiden mal ausfällt, ist es vermutlich vorbei."



Zwanzig Carreras standen am Start des Rennens, das über 22 Runden ging. Mike Rockenfeller (UPS Porsche Junior Team) konnte seine Poleposition verteidigen, gefolgt von Jörg Hardt (Araxa Racing), dem Werkspiloten Chris Mamerow, Richard Lietz (Tolimit Motorsport) und Wolf Henzler vom Motorsportclub Kirchheim. Rockenfeller und Hardt konnten sich schon bald vom Feld absetzen. Knapp vor der Hälfte des Rennens wurden die ersten langsameren Fahrer schon von den beiden Führenden überrundet. Wolf Henzler konnte sich im weiteren Rennverlauf bis auf den vierten Platz vorarbeiten und auch am Porsche von Chris Mamerow vorbeiziehen.



Pech hingegen hatte Teamkollege Jörg Hardt, an dessen Fahrzeug sich ein Reifen der Hinterachse löste und ihn zur Aufgabe zwang. Somit befand sich Wolf Henzler plötzlich auf Rang zwei hinter Mamerow, als ihn im letzten Umlauf des Motoparks dasselbe Schicksal wie seinen Teamkollegen ereilte und er im Kiesbett landete. Henzler kam letztendlich als 14. ins Ziel und schaffte es somit noch in die Wertung. Enttäuscht redete er sich nach dem Rennen den Frust von der Seele: "Ich hatte mich gut nach vorne gekämpft, an Lietz und Mamerow vorbei. Doch dies alles blieb unbelohnt." Als Henzler Hardts Ausscheiden registrierte, fuhr er sogar langsamer, um seine Reifen zu schonen, da beide fast dasselbe Setup eingestellt hatten.



Beim nächsten Lauf des Carrera Cups startet Henzler in Zandvoort/ Holland. Mit inzwischen 17 Zählern Rückstand bei drei ausstehenden Rennen wird es für den in der Gesamtwertung auf Platz zwei positionierten Nürtinger schwer werden, den Gesamtführenden Rockenfeller noch abzufangen. Schon am kommenden Wochenende bestreitet Henzler den Carrera GT3 Cup des Infineon Teams Farnbacher PZM.



In Ungarn steht auf dem Hungaroring nahe Budapest der zehnte Lauf des Porsche Michelin Supercups im Rahmen der Formel-1-Weltmeisterschaft auf dem Programm. Bei einem dementsprechenden Resultat könnte er die Meisterschaft im Carrera GT3 Cup in Ungarn schon unter Dach und Fach bringen.