Lokales

Reininger siegt bei rekordverdächtiger Premiere in Reudern

Der Senkrechtstarter des Jahres 2004 ist wieder da: Hendrik Reininger hat nach einigen verletzungsbedingten Zwangspausen gestern Morgen den Bärlauchlauf in Reudern gewonnen.

NÜRTINGEN Kühl war es im Aspen, nur wenige Grad über Null zeigte das Thermometer kurz vor dem Beginn des Rennens. Beim ersten Frühjahrstest der hiesigen Läuferzunft, erstmals mit Start und Ziel am Reuderner Sportgelände, wurde später allerdings vielen warm ums Herz.

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Zu ihnen gehörte der Vorsitzende des SV Reudern, Erich Rüb. Er hatte sich gestern Morgen auf dem Sportgelände im Aspen unter die Zuschauer im Zielbereich gesellt. Was er und die anderen Zaungäste sahen, waren in erster Linie erschöpfte, aber zufriedene Läufer.

Der Beifall des Publikums galt zuerst Hendrik Reininger (Sport Team Schweizer). Der Senkrechtstarter der Saison 2004 lag nach der 3,4 Kilometer langen Anfangsschleife Richtung Bürgerseen noch hinter Vorjahressieger Bernd Weis (SG Dettingen/Erms) auf Platz zwei. Doch nach 10 Kilometern hatte er den bekannten Duathleten abgeschüttelt. Mit einem Vorsprung von rund 200 Metern lief Reininger als Erster im Aspen ein. Bevor er allerdings zur Stärkung das erste Bärlauchbrot zu sich nehmen konnte, musste der Sieger erst einmal kräftig durchatmen. "Der neue Streckenverlauf ist schon etwas anspruchsvoller", meinte der in 34.08 Minuten siegende Reininger. Was den Gewinner und auch andere Starter plagte, war ein Anstieg im zweiten Teil der Strecke, auf dem rund 70 Höhenmeter zu überwinden waren.

Bei der Siegerehrung war die Mühe längst vergessen, Reininger ließ sich zusammen mit der Siegerin bei den Frauen, Beate Hartmann-Elbe (TB Neuffen, 44.59 Minuten) von den anderen Läufern und Zuschauern feiern. Zweite bei den Frauen wurde Sabine Henzler vom TSV Ötlingen. Und es gab noch mehr bemerkenswertes beim 11. Bärlauchlauf zum Beispiel einen neuen Teilnehmerrekord. Insgesamt 127 Läuferinnen und Läufer passierten das Ziel, darunter Sportler aus Kirchheim, Owen, Lenningen und Brucken.

Die Organisatoren strahlten am Ende der Veranstaltung um die Wette. "Die Reaktionen der Starter sind fast durchweg positiv", stellte Organisator Alfred Brosch fest, "der Sportplatz in Reudern ist ein idealer Ort." Einer hatte es diesmal übrigens nicht sonderlich eilig: Peter Born, Mitbegründer des Bärlauchlaufs und vor knapp zwanzig Jahren einer der besten Ultramarathonläufer Süddeutschlands, trudelte als einer der Letzten im Ziel ein. "Ich musste halt schauen, ob am Ende des Feldes alles in Ordnung ist", scherzte der 58-Jährige Nürtinger, nachdem er den lockeren Lauf nach knapp über einer Stunde hinter sich gebracht hatte.

rei