Lokales

Reise nach Jerusalem und durch die Zeit

"Auf jeden Fall bin ich nächstes Jahr wieder mit dabei." So lautete das Fazit vieler der insgesamt 130 Kinder zwischen sieben und elf Jahren, die beim Ferienwaldheim in der Eduard-Mörike-Schule in Ötlingen dabei waren. Auch weitere 33 Kindern zwischen 12 und 14 Jahren, die ihre Ferienwaldheimzeit im CVJM Kirchheim verbrachten, genossen die abwechslungsreichen Tage.

KIRCHHEIM Jochen Leitner, Jugendreferent der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde und ein Team von knapp 30 Mitarbeitern hatten ein buntes und vielfältiges Programm für die Kinder an der Eduard-Mörike-Schule vorbereitet. Das Ferienwaldheim stand unter dem Thema "Die Reise nach Jerusalem".

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Die Gruppe begleitete bei Geschichten und in Kleingruppen Jesus auf seiner Reise nach Jerusalem. Die Kinder hörten, was er unterwegs so alles erlebte. Natürlich gehörten Bewegungs-Lieder genauso dazu wie gemeinsame Gebete. Nachmittags konnte jedes Kind selbst entscheiden, bei welcher Hobbygruppe es mitmachen wollte. Von Batiken, Regenmachern, Styroporschiffen über Traumreisen, Filzen, Freundschaftsbändchen bis zu Kerzen ziehen, Schmuck herstellen und Fußball in der Sporthalle war für jeden etwas dabei.

Besonders in diesem Jahr war, dass die Leiter gemeinsam mit 30 Kindern das Musical "Die Reise nach Jerusalem" einübten und für Eltern, Freunde und andere Gäste aufführten. Bezirkskantor Ralf Sach und Tobias Fischer unterstützten die Kinder musikalisch und technisch. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch im Zirkus. Alle, auch die Mitarbeiter, waren begeistert von den Akrobaten, den Clowns und den vielen verschiedenen Tieren. Nicht weniger beeindruckend war der Besuch im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart. Beim Rundgang durch die Automobilgeschichte schlug so manches Herz höher, als die Rennwagen mit vielen PS ins Blickfeld kamen. Mit der gemeinsam gesungenen Segensstrophe endete jeder Ferienwaldheimtag. Zum Abschluss des Ferienwaldheims führte jede der neun Gruppen einen Playbacksong auf. Das Engagement und das Talent, das die Kinder dabei zeigten, beeindruckte das Team. Zuguterletzt hatten auch die Mitarbeiter für die Kinder einen Song parat, der in tosendem Beifall mündete. So endete das Ferienwaldheim und alle gingen mit vielen bereichernden Erfahrungen, mit prägenden Begegnungen und mit der gemeinsam erlebten Zeit nach Hause. "Auf jeden Fall bin ich nächstes Jahr wieder mit dabei", verlautete es dann auch aus Mitarbeiterkreisen.

Das Ferienwaldheim der 12- bis 14-Jährigen fand im Doschler statt. Für die 33 Teilnehmer hatten die Mitarbeiter unter der Leitung von CVJM-Jugendreferent Daniel Röger ein abwechslungsreiches Programm zum Thema "Zeitreise" vorbereitet. Mit Hilfe einer eigens konstruierten Zeitmaschine wurden die Teilnehmer zurückversetzt in die Zeit der Nomaden, der Babylonier, der Römer sowie ins Mittelalter. Zuletzt kamen glücklicherweise alle wieder in der Gegenwart an. Auf dieser Zeitreise erfuhren die Jugendlichen einiges über die biblischen Gestalten Abraham, Daniel, Philemon und Onesimus. Weiter ging es um Luther und nicht zuletzt über den christlichen Glauben heute.

An Programmhöhepunkten mangelte es nicht. Eine Radtour zur Gustav-Jakobs-Höhle in Grabenstetten inklusive Höhlenbesichtigung verlangte vollen körperlichen Einsatz. Für diejenigen, die nicht mit dem Rad auf die Alb fahren wollten, gab es auch eine Radtour nach Esslingen oder eine Wanderung als Alternative. Wählen konnten die Teilnehmer auch beim Tagesausflug nach Stuttgart. Ungefähr ein Drittel entschied sich für die Wilhelma und zwei Drittel für den Besuch im Mercedes-Benz-Museum.

An den übrigen Ferienwaldheimtagen konnten die Teilnehmer etwa Strandstühle bauen oder Freundschaftsbändchen knüpfen. Als besondere Attraktion konnten sie in einem Holzbackofen selbst Brötchen backen.

Ein Geländespiel und ein Stadtspiel gehörten ebenso zum bewährten Programm wie das Fußball- und Volleyballspielen auf dem CVJM-Gelände. Außerdem war Kistenstapeln immer wieder ein Anziehungspunkt. Weitere Höhepunkte waren auch noch die Übernachtungen im Ferienwaldheim mit abendlichem Grillen und diversen Spielen. Trotz des durchwachsenen Wetters war in der zweiten Woche sogar noch ein kleiner Ausflug zu den Bürgerseen möglich. Erst wollten viele dort zwar nicht baden gehen, dann entwickelte das Wasser aber doch eine enorme Anziehungskraft. Das Ferienwaldheim im Doschler hat allen Beteiligten riesigen Spaß gemacht und so musste beim Abschied manche Träne verdrückt werden aber im nächsten Jahr kann es für alle ein Wiedersehen geben.

pm