Lokales

Rekord-Fehlerquote bleibt unbestraft

Unglaublich, aber wahr: Die Lenninger Handballfrauen haben trotz einer Rekordzahl von technischen Fehlern 22:16 (12:10) gegen den TSZ Lindenberg gewonnen.

LENNINGEN Es waren drei Faktoren, die zum SG-Erfolg beitrugen: Torfrau Nicole Hahn (30 gehaltene Bälle), Sarah Timar mit variablen Torwürfen und eine SG, die in der ersten Halbzeit das schnelle Tempo der Allgäuerinnen mitging.

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Diese wirkten sehr kombinationssicher, ließen aber den Ball viel zu sehr in die Breite laufen. Da konnte sich die SG immer wieder einklinken und mit Ballgewinnen Gegenstöße inszenieren. Das geschah beim 2:0 (3.) durch Saskia Schweikert, beim 6:4 (12.) durch Sarah Timar und beim 8:5 (17.) durch Gabi Baermann.

Einziges SG-Problem war Brigitte Schlachter. Was die TSZ-Torjägerin anstellte, hatte Hand und Fuß. Sie verkürzte in Unterzahl zum 7:9 (24.). In Folge traten bei der SG viele Abstimmungsfehler auf, bei denen Pässe nicht ankamen, die Schrittdistanz zur Sechs-Meter-Marke nicht stimmte oder die Trikotfarbe bei Anspielen verwechselt wurde.

Trotzdem konnten die Gäste daraus kein Kapital schlagen, weil Nicole Hahn sicher hielt. Und bei den Gästen zeigte neben Schlachter nur noch Christina Steger Torgefährlichkeit. Die hätte man sich im erweiterten SG-Umfeld auch gewünscht. Aber auch dieses Mal konnten die Außenspielerinnen ihre schon bewiesene Torgefährlichkeit nicht einbringen. Diese reduzierte sich auf Sarah Timar, Antje Kazmaier und Saskia Schweikert.

Nach dem Wechsel blieben die Spielstände eng. Als ginge es um die Aufnahme ins Guinness-Buch der Rekorde, produzierte die SG innerhalb von drei Minuten fünf Abspielfehler. Nur einer führte zum Gegentor. Auch Lenningens Torjägerin Sarah Timar war nicht von Schwächen frei. Ihr Abspielfehler leitete das 13:13 (37.) durch Marlene Roos ein. Und dann die andere Timar, die beim 14:13 (40.) in den rechten oberen Winkel Kaltschnäuzigkeit bewies.

Lenningen konnte die Fehler nicht abstellen und deshalb blieb Lindenberg ein hartnäckiger Verfolger. In der 50. Minute wurde Miriam Emmenegger auf Rechtsaußen ins Spiel gebracht. Sie bedankte sich mit dem 17:16. Jetzt startete die SG durch. Sprichwörtlich setzte dies Jeanette Ulmer um, die auf 18:16 (51.) erhöhte. Dies toppten in den Schlussminuten noch Kazmaier, Timar und Schweikert zum 22:16-Endstand.

döl

SG Lenningen:

Hahn, Kiedaisch; Timar (7), Kazmaier (6/4), Schweikert (5/2), Baermann (1), Blocher (1), Emmenegger (1), Ulmer (1), Hörsch, Kuch.TSZ Lindenberg:

Symelka, Bürmann; Schlachter (6), Steger (4), H. Hartmann (2/2), Somfleth (1), Roos (1), Teleskar (1), Thomys (1), Fink, Hill, S. Hartmann, Rhode, Speiser.Zuschauer:

80.Schiedsrichter:

Gollusber/Nawabry (Stuttgart).