Lokales

"Renaissance städtischen Wohnens"

Bereits im Oktober letzten Jahres hatte sich die Gemeinderatsfraktion Grüne Alternative in Kirchheim dem Thema "Wohnen in der Zukunft" angenommen. Nachdem das von den Ratsgrünen geforderte Stadtforum mit dem Thema "partizipatives Bauen" unter dem Titel "Renaissance städtischen Wohnens" mit großem Erfolg durchgeführt wurde, hat die Fraktion nun beantragt, das Thema im Gemeinderat zu diskutieren.

KIRCHHEIM Ausdrücklich haben die Grünen Alternativen Kirchheims begrüßt, dass die Idee, neue Formen von Wohnen und Arbeiten zu entwickeln, durch die Referenten während des Stadtforums aufgegriffen wurde. Die Referenten stellten anhand mehrerer eindrucksvoller Beispiele erfolgreich praktizierte Bauherrengemeinschaften vor. Das im Auftrag der Stadt erstellte Gewerbeflächenentwicklungskonzept kam zum Ergebnis, dass eine Vermischung von Wohnen und Arbeiten in demselben Stadtquartier anzustreben ist.

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Durch die inzwischen erfolgte Einreichung des Bauantrags für das nördliche Kolb-und-Schüle-Areal kann die Errichtung des Fachmarktzentrums sowie die Umsiedlung des Marktkaufes vorangetrieben werden. "Dies eröffnet gleichzeitig Perspektiven für die angedachte Wohnbebauung auf dem südlichen Teil des Kolb-und-Schüle-Areals", heißt es im Antrag der Gemeinderatsfraktion Grüne Alternative.

"Entsprechend dem französischen Viertel in Tübingen kann auf dem heutigen Marktkaufgelände ein neues Quartier zum Arbeiten mit Wohnen und Erholen in einer kompakten Stadt der kurzen Wege geschaffen werden", stellt Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender der Grünen Alternativen die Idee vor. Auch für andere Stadtviertel solle diese Idee geprüft werden.

Die Ratsgrünen haben nun beantragt, das Thema "Renaissance städtischen Wohnens; Ermöglichung von partizipativem Bauen auf dem südlichen Teil des Kolb-und-Schüle-Areals" auf die Tagesordnung einer der nächsten Gemeinderatssitzungen zu setzen. Hierbei wird die Verwaltung um die Durchführung einer Exkursion in die Tübinger Südstadt (Lorettogelände, Französisches Viertel) und um die Beantwortung der Fragen, inwiefern sich die Gedanken des partizipativen Bauens, wie sie unter anderem in der Tübinger Südstadt umgesetzt worden sind, auf Kirchheim übertragen lassen, gebeten.

"Im Kern geht es uns darum, zu erfahren, welche grundsätzlichen Möglichkeiten die Stadtverwaltung zur Förderung partizipativen Bauens in Kirchheim sieht", begründet Stadtrat Karl-Heinz Schöllkopf, Mitglied im Technischen Ausschuss, den Antrag. Dabei sei klar, dass auch Grundstückseigentümer und andere Interessensgruppen sowie Gewerbetreibende eingebunden werden müssten.

pm