Lokales

REP für "abendländische Werte"

Bei der Weihnachtsfeier des Kreisverbands Esslingen der Republikaner in Wendlingen sprach sich der Kreisvorsitzende Ulrich Deuschle für eine Verteidigung christlich-abendländischer Werte und Kultur aus.

WENDLINGEN Der christliche Charakter von Weihnachten müsse unbedingt erhalten und dürfe auch nicht relativiert werden, forderte Ulrich Deuschle. An staatlichen Kindergärten und Schulen dürfe nicht zugelassen werden, dass aufgrund eines falsch verstandenen Toleranzbegriffs gegenüber Muslimen christliche Feste und Symbole nicht mehr gelebt würden.

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In seinem Jahresrückblick ging der Regionalrat auf zahlreiche Veranstaltungen wie Stammtische oder Sommerfest ein. Die Höhepunkte im Jahr 2007 waren die Europaveranstaltung in Mainz am 6. Oktober sowie der Familienkongress am 1. Dezember in Stuttgart, an dem auch viele Mitglieder aus dem Kreis Esslingen teilnahmen.

Der Kreisvorsitzende dankte den Repräsentanten seiner Partei im Regionalparlament, im Kreistag und den Gemeinderäten in Esslingen, Nürtingen und Ostfildern für ihre Arbeit. Im Kreistag seien Fragen der Entschuldung, der Krankenhausentwicklung und einer eigenständigen Tourismuskonzeption im Mittelpunkt des Interesses gestanden. Dabei habe sich die Kreistagsfraktion der Republikaner für einen stärkeren Schuldenabbau eingesetzt.

Die letzten Wochen des alten Jahres waren kreis- und landespolitisch geprägt von der Frage einer Flughafenerweiterung. Die REP-Fraktion kritisiert am Gutachten der Flughafengesellschaft vor allem, dass es die berechtigten Lärmminderungsinteressen der Bürger nicht ernst nimmt, hauptsächlich auf betriebswirtschaftliche Fragen eingeht und naturschutzrechtliche und landschaftsökologische Aspekte vernachlässigt.

In einem eigenen Antrag im Kreistag wollte sie erreichen, dass die politisch Verantwortlichen in Bund und Land mit der US-Armee beziehungsweise deren Regierung über eine Verlegung der zahlreichen Militärflüge verhandeln, die auch nachts stattfinden und das Nachtflugverbot durchlöchern. Dadurch könnten sich neue Kapazitätsspielräume auf dem bestehenden Flughafenareal ergeben. Leider hätten die anderen Kreistagsfraktionen und selbst Kreisräte von den Fildern dieses Ansinnen nicht in den Brief des Landrats an den Ministerpräsidenten Oettinger mit aufnehmen wollen.

Als erfreulich bezeichnete es Deuschle, dass Landrat Eininger dem letztjährigen Antrag der Republikaner gefolgt sei, bei Kreistagssitzungen das Landratsamt neben der Kreis- und baden-württembergischen auch mit der Deutschland-Fahne zu beflaggen. Die Fahne Schwarz-Rot-Gold sei als Symbol eines gemeinschaftsbildenden Nationalbewusstseins zu sehen.

pm